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Und wenn eine Pharmafirma wegzöge? Stadt Luzern muss weiter in den Standort investieren – trotz sprudelnder Steuereinnahmen

Vom Corona-Effekt zum Dauererfolg: Die Stadt Luzern zählt auch in den nächsten Jahren auf üppige Steuereinnahmen von Pharmafirmen. Doch es bräuchte nur wenig, und der Geldsegen wäre gestoppt.

Seit 2020 ist der Steuerertrag der Stadt Luzern um 30 Prozent gestiegen – und dies, obwohl der Steuerfuss gesenkt wurde. Wie ist das möglich? Sind ein paar Schwerreiche neu nach Luzern gezogen? Oder geht es den Stadtluzernerinnen und Stadtluzernern derart gut, dass sie viel höhere Einkommen versteuern?

Nein - der spektakuläre Anstieg der Steuereinnahmen ist fast ausschliesslich den Firmen zu verdanken. Einige von ihnen, vor allem aus dem Pharmabereich, haben während der Pandemie so riesige Gewinne gemacht, dass auch die Stadtkasse massiv profitiert.

Neu ist, dass aus dem Corona-Effekt ein dauerhafter Höhenflug geworden ist - die Stadt rechnet mit einem weiteren starken Anstieg der Firmensteuern.

Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig Investitionen in die Standortattraktivität sind. So hat die Stadt Luzern vor zehn Jahren mit der Umzonung des Rösslimatt-Areals hinter dem Hauptbahnhof die Grundlage geschaffen für einen Businesspark an bester Lage. 2025 wird dort der internationale Pharmariese MSD einziehen - was noch mehr Geld in die Stadtkasse spülen wird.

Visualisierung der Überbauung Rösslimatt, die zurzeit neben dem Bahnhof Luzern im Bau ist.
Bild: zvg

Und trotzdem steht der spektakuläre Finanzerfolg auf dünnen Beinen. Denn er ist letztlich auf eine Handvoll extrem erfolgreicher Pharmafirmen zurückzuführen. Zöge eine von ihnen weg, hätte dies gleich dramatische Folgen. Es ist daher richtig, dass die kürzlich aktualisierte Wirtschaftsstrategie der Stadt Luzern noch stärker auf Standortförderung setzt.

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