Eine aktuelle, nicht repräsentative Umfrage dieser Zeitung mit über 3650 Stimmen nach der Abstimmung vom 9. Februar zeigt die Gründe, die zu einem Nein zum neuen Luzerner Theater geführt haben könnten . Die häufigste Kritik betrifft das Siegerprojekt selbst – viele Leserinnen und Leser, nämlich 38 Prozent der Befragten, geben an, dass das Siegerprojekt «überall» der Ilg Santer Architekten Zürich sie nicht überzeugt hat. Auch die Standortwahl wird hinterfragt: Einige Stimmen empfinden explizit die Nähe zur Jesuitenkirche als störend (7 Prozent), andere finden, dass der Theaterplatz erhalten bleiben sollte (14 Prozent).
Ebenso spielt der finanzielle Aspekt eine grosse Rolle: Die geschätzten Baukosten von 130 Millionen Franken und die jährlichen Betriebskosten von 33 Millionen Franken werden von einem Fünftel der Abstimmenden als zu hoch empfunden. Andererseits gibt es in der Umfrage dieser Zeitung auch Befürworter, die für das Siegerprojekt gestimmt haben (14 Prozent).
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass neben finanziellen Sorgen auch Standort- und Konzeptfragen eine entscheidende Rolle beim Nein gespielt haben. Insbesondere gibt es aber auch Kritik am Siegerprojekt selber. (rem)

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