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Urteil

Tricks wie im Film: 65-Jähriger betrügt Casino Luzern um mehrere zehntausend Franken

Mit ausgeklügelten Tricks ergaunerten ein 65-Jähriger und seine Komplizen in Casinos in Bregenz, Wien und Luzern mehrere zehntausend Euro und Franken. Der Mann stand deshalb in Feldkirch vor Gericht.

Er ist nur einer der Ganoven. Der 65-jährige Georgier, selbst spielsüchtig und bislang unbescholten. Es geht um insgesamt drei Angriffe auf Casinos im Jahr 2018 und 2019.

Luzern: 32'000 Franken Schaden

Wien: 26'000 Euro Schaden

Bregenz: 6225 Euro Schaden.

Was Wien betrifft, hatte die Staatsanwaltschaft angenommen, dass der Georgier den Plan ausgeheckt und die Reise der Mitbetrüger organisiert hatte. Dafür gab es allerdings zu wenig Beweise. Deshalb wurde der 65-Jährige in diesem Fall freigesprochen.

Mit Magneten Geld ergaunert

Was Bregenz und Luzern betrifft, zeigt sich der Spielsüchtige geständig. Die Tricks waren raffiniert, man braucht vermutlich einige Übung, um so erfolgreich vorgehen zu können, wie es die ausländischen Betrüger hinbekamen. Einer lenkte den Croupier ab, liess 70 Euro zu Boden fallen, der Croupier machte den Gast darauf aufmerksam, dass ihm Geld runtergefallen war. Inzwischen legte der andere die Kugel auf die Zahl, auf die er gesetzt hatte.

Ein anderer Trick war, einen Magnet in das Roulette zu setzen. In der Hand hatte einer der Betrüger ebenfalls einen Magneten. Näherte sich die Hand dem Roulette, wurde dieses langsamer, weil die Magneten es bremsten. Letzteres verlangte einige Geschicklichkeit. Möglich war diese Vorgehensweise nur zu Zeiten, wo wenig Betrieb war, ansonsten hätten andere Spieler die Trickbetrüger beobachten und verraten können. Vormittag war der optimale Zeitpunkt.

Luzerner Casinobetreiber wird stutzig

In Luzern war dem Casinobetreiber allerdings aufgefallen, dass die Männer innerhalb kurzer Zeit enorme Gewinne machten. Die Überwachungskameras zeigen, wie einer ins Roulette greift. Eine Durchsuchung der Unterkunft förderte die 32'000 Schweizer Franken zu Tage, das Geld konnte noch rechtzeitig sichergestellt werden. Der Angeklagte, der sich streckenweise naiv gibt, wird zu 18 Monaten Haft, 12 davon bedingt, verurteilt. Weil er bereits einige Zeit in U-Haft sitzt, kann er nach der Verhandlung gehen, er hat seine Strafe verbüsst. Das Urteil ist rechtskräftig.

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