Die ambulanten psychiatrischen Angebote der Kantone Uri, Schwyz und Zug seien 2025 durchgehend ausgelastet gewesen, schreibt die Triaplus AG in einer Mitteilung. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie seien insgesamt 2951 Fälle behandelt worden (+4,2 Prozent), in der Erwachsenenpsychiatrie seien es 6318 Fälle gewesen (+1,8 Prozent). Im stationären Bereich habe es mit insgesamt 1507 Patientinnen und Patienten ebenfalls einen Anstieg gegeben (+4,9 Prozent).
Um das integrierte Angebot der Triaplus auszubauen und die Wartezeiten für Patientinnen langfristig zu verkürzen, habe 2025 der Fokus auf der Organisationsentwicklung und Digitalisierung im Rahmen des Grossprojekts Triafutura gelegen. Höhepunkt sei die Einführung des neuen Klinikinformationssystems gewesen.
Neutrales Finanzergebnis erreicht
Trotz gestiegener Fallzahlen seien im stationären Bereich die Anzahl Pflegetage und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer unter dem Vorjahreswert geblieben. Dies habe insgesamt zu einer niedrigeren Bettenauslastung geführt und das Gesamtergebnis wesentlich beeinflusst. Ein weiterer zentraler Faktor seien die hohen Investitionen gewesen, um die Angebote und die Organisation weiterzuentwickeln.
Die gestiegenen Behandlungszahlen seien zudem mit einem erhöhten Einsatz an Pflegefachkräften einhergegangen, einerseits bedingt durch strukturelle Anpassungen, um den Stationsalltag weiter zu optimieren, andererseits aufgrund der erfolgreichen Reduktion von freiheitseinschränkenden Massnahmen durch vermehrte 1:1-Betreuungen.
Auch im ambulanten Bereich seien die therapeutischen Vollzeitstellen leicht erhöht worden. Insgesamt habe das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Plus von 7000 Franken knapp positiv abgeschlossen werden können.
Angebotsausbau 2026: Testpsychologie und EKT
Im ambulanten und stationären Bereich stünden weitere Änderungen an: Im Sommer werde bei der APP Zug in Baar das Testpsychologische Zentrum für Erwachsene erweitert. Damit solle der zunehmende Bedarf an wissenschaftlich geprüften Abklärungen – etwa bei Verdacht auf ADHS oder Autismus – aufgefangen werden..
Ab August 2026 biete die Klinik Zugersee die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) direkt vor Ort an, wodurch die Transportwege der Patienten ins Akutspital entfielen und eine kontinuierliche Behandlung im vertrauten Umfeld unterstützt werde. Zudem könnten auch ambulante Patientinnen dieses Angebot in Oberwil nutzen. Das seit Jahren etablierte, gut untersuchte EKT-Verfahren zeige unter anderem bei schwer behandelbaren Depressionen und manchen Formen der Schizophrenie vielversprechende Erfolge.

Neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt
Das Psychiatriekonkordat der Kantone Uri, Schwyz und Zug hat Daniel Villiger (Jahrgang 1985) als neues Mitglied des Verwaltungsrats der Triaplus AG gewählt. Er folgt auf Daniel Grunder, der nach neun Jahren aus dem Verwaltungsrat ausscheide. Daniel Villiger aus Zug ist Rechtsanwalt und Notar und gewährleistet laut der Mitteilung das erforderliche juristische Fachwissen im Verwaltungsrat. (zvg/mu)
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