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Stans

Die Spurensuche hat begonnen

Das Theaterwärch Stans feierte am Samstag Premiere. Das Publikum wurde in einen farbenfrohen 70er-Jahre-Wohnblock entführt, wo jede Menge Hinweise warteten.
Der erste Hinweis wird vom Kriminalkommissar Ackermann gefunden.
Bild: Emanuel Wallimann / zvg

Das Theaterwärch Stans hat sein Premierenpublikum am vergangenen Samstag, 25. April, in einen 70er-Jahre-Wohnblock entführt. Die Zuschauenden werden direkt in eine andere Welt hineingezogen und warten gespannt auf Hinweise und Motive rund um die verschwundene Leiche, wie es in einer Mitteilung zur Premiere heisst.

Regie führt zum ersten Mal beim Theaterwärch André Mathis aus Alpnach, ein Theatermacher mit fast 80 Produktionen Erfahrung. Mathis nehme das Stück sichtlich ernst, ohne es ernsthaft zu nehmen. Er lasse die Pointen sitzen, baue neue Momente ein und behalte gleichzeitig das Krimi-Tempo im Griff. Spürbar wird das Ergebnis einer akribischen Probenarbeit, in der jede Tür, jedes Tuscheln und jeder Witz seinen Platz gefunden habe.

Elfköpfiges Ensemble

Auf der Bühne entfalte das elfköpfige Ensemble einen Reigen schräger Typen, wie ihn das Theaterwärch liebt. Roger Serschen verleiht dem ermittelnden Kommissar Richard Ackermann Witz und Charme, und Kira Heimler an seiner Seite gibt der ehrgeizigen Assistentin Nina Kunz so viel Präsenz, dass sie sich rasch als heimliche Hauptdenkerin der Truppe entpuppt, heisst es zu den Rollen. Eine Wucht sei das tratschende Nachbarinnenduo Berta Ast und Rosmarie Lätsch, gespielt von Maria Minutella und Marianne Friedrich. Sie legen ein gekonntes Tempo vor, das den Saal regelmässig zum Lachen bringt, während Walter Bühler (Jürg Lätsch) und Giuseppe Duca (Thomas Wyss) als ihre Partner mit schlagfertigem Timing dagegenhalten. Mit grosser Spielfreude überzeugen auch Louise Roche als bücherinteressierte Lilly Küng, Florence Ming als seelenruhige Miriam Beck und Nathan Günthert als ihr Freund Renato Rossi. Abschliessend machen Arne Domrös und Carla Serschen aus dem Schriftsteller Phil Nussboum und der Schauspielerin Katharina Nussbaumer ein zugleich schrulliges und liebenswertes Paar, gezeichnet mit viel Sinn fürs schräge Detail, heisst es zu den weiteren Rollen.

Farbenfroh in den 70er

Ein besonderes Merkmal der diesjährigen Produktion sind die Farben. Ganz im Stil der 70er-Jahre sei das imposante und farbige Bühnenbild von Marcel Büchel ein echter Blickfang. Ergänzt durch das passende Lichtdesign von Simon Gander entstehe ein stimmiges Gesamtbild. Auch die Kostüme von Doris Filliger fügten sich perfekt in das Bühnenbild ein. Den letzten Pinselstrich und die richtigen Haarklammern setzte Chantal Werren.

«Die Premierengäste verliessen den Saal sichtlich gut gelaunt, mit Lachfalten, einer Prise Krimispannung und der Gewissheit, dass das Theaterwärch auch elf Jahre nach der Vereinsgründung nichts von seiner Spielfreude eingebüsst hat», heisst es zum Abschluss.

«Eine Leiche auf der Flucht» tourt nach Buochs noch durch das Chäslager Stans und den Landgasthof Schlüssel Alpnach, wo die Aufführung mit einem 3-Gang-Menü kombiniert wird. Im Sommer ist das Stück zudem am Volkstheaterfestival in Meiringen zu Gast. (zvg)

Spieldaten und Vorverkauf unter www.theaterwaerch.ch.

Die Hausbewohnerinnen tratschen über die verschwundene Leiche.
Bild: Emanuel Wallimann / zvg

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