Das 50-jährige Tell-Museum beherbergt historische, künstlerische und volkskundliche Objekte und Dokumente aus sechs Jahrhunderten über den Schweizer Freiheitshelden Wilhelm Tell und die Gründungsgeschichte der Eidgenossenschaft. Gezeigt wird eine Sammlung zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Tell-Mythos.
Das Museum im Dorfzentrum im Wattigwilerturm wurde 1966 eröffnet. Letztmals war es 1991 saniert worden. Am Donnerstag wurden die jüngsten Neuerungen den Medien vorgestellt.
Das Museum, das sich unter anderem mit der Geschichte der Schweizer Befreiungstradition und mit der wiederkehrenden Instrumentalisierung der Tell-Geschichte befasst, nutzt neue technische und digitale Möglichkeiten. Zentral steht im Museum neu zudem ein Setzkasten, der Wechselausstellungen ermöglicht.
Neue Filminstallation
Im Museum wartet auf die Besucher auch eine neue Filminstallation auf drei Wänden. Die Macher wollen mit ihr zum Nachdenken über Freiheit und Heldentum anregen. Die Ausstellung erinnert an starke Frauen und Männer der Weltgeschichte. Dazu zählen etwa die burmesische Politikerin Aung San Suu Kyi, der marxistische Revolutionär Che Guevara, der Südafrikaner Nelson Mandela und Computerhacker Julian Assange.
Weiter beherbergt das Museum eine bedeutende Sammlung des Basler Malers Ernst Stückelberg (1831-1903). Dieser hatte in Bürglen ein Atelier eingerichtet und vier grosse Wandbilder in der Tell-Kapelle am Urnersee geschaffen.
Neu organisiert wurde nicht nur die Ausstellung, sondern auch der Museumsbetrieb. Die Gästebetreuung, die Information sowie Führungen wurden an Uri Tourismus ausgelagert. Damit wollen die Verantwortlichen die touristische Ausrichtung des Museums stärken. Trägerin des Museums bleibt die Tell-Museumsgesellschaft Uri. Sie zählt rund 500 Mitglieder.
sda/chg

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