Der Kanton hat am Dienstagabend im gut besuchten Pfarreizentrum Sursee seine Pläne zur Umgestaltung der Ringstrasse vorgestellt. Anwesend war auch Kantonsingenieur Gregor Schwegler. Er stellte klar, dass der Umbau der Surseer Kreisel in Knoten mit Lichtsignalanlagen in mehreren Etappen geplant werden muss und wohl nicht mit einem einzigen Projektkredit an die Urne gebracht werden kann.
Zudem hänge es auch vom Luzerner Parlament ab, wie schnell die Umsetzung vorangeht und wie viele Mittel pro Jahr dafür zur Verfügung gestellt werden können. Auf eine entsprechende Frage zur Gesamtdauer des Projekts sprach Schwegler von «15 Jahren, wenn alles optimal läuft». Baustart ist frühestens im Jahr 2032.

Ist ein Kreisel nicht besser?
Grundsätzliche Kritik am Vorhaben des Kantons wurde nur wenig geäussert. Ein Votant stellte infrage, ob eine Kreuzung mit Ampeln mehr Kapazität bringt als ein grosser Kreisel. «Ampeln sorgen immer für tote Zeit», lautete seine Ansicht. Ein Verkehrsexperte aus Schweglers Team entgegnete, dass diesem Problem mit intelligenten Lichtsignalanlagen entgegengewirkt werde.
Der Kanton habe berechnet, dass etwa beim Schlottermilchkreisel die Kapazität mit dem neuen System um 10 bis 20 Prozent gesteigert werden könne. Da der Verkehr bis 2040 um zirka zehn Prozent zunehme, sei ein Knoten mit Ampeln sinnvoll. Es sei von aussen vielleicht schwer zu verstehen, warum Kreisel an ihre Grenzen kommen könnten, so der Experte. Das System sei bis zu einer mittleren Belastung eine sehr gute Lösung. «Ab einer gewissen Auslastung nehmen die Vorteile jedoch rapide ab.»

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