Anhaltende Trockenheit

Die Sure droht auszutrocknen – Pumplösung sichert Mindestwassermenge

Der tiefe Pegel im Sempachersee hat zu einem sehr geringen Abfluss in die Sure geführt. Bei weiterhin ausbleibenden Niederschlägen droht die Sure vollständig auszutrocknen. Um dies zu verhindern und den Lebensraum insbesondere der Fische zu schützen, ist der Einsatz einer Pumpe notwendig.

Die Sure weist momentan einen sehr geringen Zufluss auf und die anhaltende Trockenheit verschärft die Situation laufend. Als Sofortmassnahme wurde das Wehr beim Auslass aus dem Sempachersee komplett geöffnet, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt.

Trotz dieser Massnahme fliesst aufgrund des tiefen Wasserspiegels im Sempachersee nicht genügend Wasser in die Sure. Ohne weitere Massnahmen bestehe die Gefahr, dass das Gewässer austrockne. Dies hätte gravierende Folgen für den sehr wertvollen aquatischen Lebensraum und die darin lebenden Tiere und Pflanzen.

Pumpe schützt Ökosystem und Fische

Um die ökologisch erforderliche Mindestwassermenge aufrechtzuerhalten, wird laut Mitteilung vorübergehend zusätzlich Wasser aus dem Sempachersee in die Sure gepumpt. Die Pumpe führe rund 20 Liter Wasser pro Sekunde in den Bach. Damit solle ein minimaler Abfluss in der Sure sichergestellt werden, der insbesondere für den Schutz der Fische und des gesamten Ökosystems notwendig sei. Die Pumplösung sei eine zeitlich begrenzte Massnahme, um die aktuelle Trockenperiode zu überbrücken und den Lebensraum der Sure bestmöglich zu erhalten und zu schützen.

Wichtige Erkenntnisse für künftiges Projekt

Bei der andauernden Überwachung der Situation werde vornehmlich die Abflussmenge der Sure und die Wirkung der Pumplösung beobachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten wichtige Grundlagen für das künftige Wasserbauprojekt zur Verbesserung der Situation an der Sure sowohl bei Hoch- als auch bei Niedrigwasser liefern. Diese Erfahrungen würden in den weiteren Planungen berücksichtigt. (zim)

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