Der Nidwaldner Hilfsfonds (NHF) verzeichnete im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme an Schadensfällen: Insgesamt gab es 113 Schäden, 59 mehr als im Vorjahr, teilt der NHF mit.
Die Schadenssumme beläuft sich auf 218'000 Franken (2023: 85'000). Dieser Betrag liegt 15 Prozent über dem fünfjährigen Durchschnitt. Die häufigste Schadensursache war mit 55 Prozent der Meldungen Sturmwind. Die grössten finanziellen Belastungen entstanden jedoch Überschwemmungen, Rutschungen und Hangmuren. Das teuerste Einzelereignis war ein Unwetter mit Starkregen und Sturmböen am 31. Juli, das 23 Schadenmeldungen mit einer Gesamtsumme von rund 110'000 Franken verursachte.
Positive Finanzentwicklung stabilisiert das Jahresergebnis
Trotz der gestiegenen Schadenslast erwirtschaftete der NHF durch ein erfolgreiches Finanzmanagement eine positive Rendite. Der Anlageausschuss der Nidwaldner Sachversicherung (NSV), der das Anlageportfolio des NHF verwaltet, konnte die Schwankungsreserven für Risiken aus Finanzanlagen um 980'000 Franken aufstocken. Dank dieser soliden Finanzbewirtschaftung belief sich der Jahresverlust 2024 lediglich auf 17'000 Franken, obwohl keine Beiträge von den Grundeigentümern erhoben wurden.
Verzicht auf Abgabe für 2025
Aufgrund der stabilen Finanzlage beschloss die Verwaltungskommission des NHF, auch im Jahr 2025 keine Abgabe von den Grundeigentümern einzufordern. Ob in den kommenden Jahren eine Beitragsleistung erforderlich wird, hänge von der weiteren Entwicklung der Schadenslage und den Finanzmärkten ab, heisst es in einer Mitteilung weiter. Für Schadenvergütungen im Jahr 2025 stehen dem NHF wie im Vorjahr rund 5,5 Millionen Franken zur Verfügung. (rem)

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