
In Tausenden Büros, Läden und Wohnungen in Teilen der Stadt Luzern wurde es am Montag um 8.50 Uhr dunkel. Gemäss einem Leserreporter war unter anderem der Bahnhof betroffen. Ein Foto zeigt den unbeleuchteten Bahnhof. Auch die Anzeigetafel, wo sonst Abfahrtszeiten der Züge aufleuchten, blieb leer. Eine weitere Person meldete sich aus dem Raum Pilatusstrasse. Bei der Stadtverwaltung sei alles dunkel. Menschen würden in den Büros ratlos an den Fenstern stehen.

Wie die Medienstelle von Energie Wasser Luzern (EWL) auf Anfrage bestätigte, gab es ab 8.50 Uhr «eine grössere Störung im System». Konkret betroffen waren die Gebiete Bahnhof, Hirschmatt-Kleinstadt, Allmend-Obergrund, Neustadt, Sternmatt-Hochrüti, Matthof-Langensand und Unterlachen-Tribschen. Um 9.25 Uhr – nach rund 35 Minuten – waren alle Gebiete wieder mit Strom versorgt und das ganze Netz war wieder stabil.
Personen blieben im Lift stecken
Beim EWL-Kundendienst seien während des Stromausfalls viele Telefonanrufe eingegangen. Auch die Einsatzzentrale der Luzerner Polizei verzeichnete mehrere Meldungen deswegen. Gemäss deren Medienstelle handelte es sich vereinzelt um Personen, die wegen des Stromausfalls in einem Lift steckengeblieben waren. Zudem seien mehrere Alarmanlagen in Gebäuden losgegangen.
Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) bekamen den Stromausfall ebenfalls zu spüren. Zum einen ging in der Busgarage und der Verwaltung der VBL im Weinbergli nichts mehr, zum anderen seien die Fahrleitungen der Trolleybusse in Teilen ausgefallen. Dies hat laut VBL-Medienstelle kurzfristig zu Verzögerungen im Fahrplan geführt.
Nicht betroffen war der Zugverkehr. Einzig Anlagen im Bahnhof Luzern, die vom lokalen Stromnetz in Luzern gespiesen werden, waren gemäss SBB-Medienstelle kurzfristig ausgefallen, neben der grossen Anzeigetafel in der Haupthalle etwa auch alle Billettautomaten.
Bei Unterhaltsarbeiten kam's zur «Schutzauslösung»
Am späteren Montagnachmittag informierte die EWL über die Ursache des Stromausfalls: Demnach führte eine externe Firma Unterhaltsarbeiten an der Hochspannungsschaltanlage im Unterwerk Steghof durch. Dabei kam es in der Folge zu einer «Schutzauslösung». Dies ist ein Vorgang, bei dem ein Gerät einen Fehler im System erkennt und daraufhin automatisch alle Schaltfelder abschaltet. Dies zum Schutz von Personen, Geräten und Anlagen. «Gemeinsam mit der externen Firma analysieren wir den Vorfall und arbeiten ihn sorgfältig auf», wird Armin Glanzmann, Leiter Produktion und Betrieb Elektrizität, in der Medienmitteilung zitiert. (hor/sig/mme)
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