Das Projekt betrifft die drei Hauptverkehrsachsen in Buochs – Beckenrieder-, Stanser- und Ennetbürgerstrasse –, die sich im Bereich des Dorfplatzes treffen. Die Vorarbeiten hätten unmittelbar nach der Durchfahrt der Tour de Suisse am 23. Juni begonnen, die Hauptarbeiten auf der Strasse starten in diesen Tagen und dauern voraussichtlich bis Ende 2027, schreibt der Kanton Nidwalden in einer Mitteilung.
Ein Bautrupp arbeite vom Kreisel Piccadilly in Richtung Dorf-/Postplatz, der andere ab Stationsstrasse in Richtung Beckenried. Im Sommer 2028 sei der Einbau des lärmarmen Deckbelags vorgesehen.
Erhöhte Sicherheit und optische Aufwertung
Mit dem gemeinsam von Kanton und Gemeinde entwickelten Ausführungsprojekt werde die Strasseninfrastruktur umfassend saniert, die Verkehrssicherheit gezielt erhöht und der Ortskern optisch aufgewertet. Gleichzeitig werde das Trennsystem für die Strassen- und Siedlungsentwässerung eingeführt, der Dorfbachkanal erneuert und die Trinkwasserleitungen werden ersetzt.
Für das gesamte Projekt wird mit Kosten in der Höhe von 7,6 Millionen Franken gerechnet , wovon die Gemeinde Buochs sich mit 3,4 Millionen Franken beteiligt. Parallel realisiere das Elektrizitätswerk Nidwalden den Wärmeverbund «SEEWN», der Seewasser als Wärmequelle verwenden wird. So können Synergien bei den Baustellen genutzt werden.
Tempo 30 im gesamten Dorfkern
Ein zentrales Anliegen sei die Verbesserung der Sicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger, insbesondere für Kinder. So werde die Querung beim Postplatz mit einer Schutzinsel ausgestattet, um den Übergang sicherer und direkter zu gestalten. Weitere Massnahmen betreffen die Einführung von Tempo 30 im gesamten Dorfkern, die Neugestaltung der Bushaltestelle beim Postplatz mit einem hindernisfreien Zugang anstelle der heutigen Bucht sowie die Reduktion von Parkplätzen im Fussgängerbereich zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität.
Am Ortseingang aus Richtung Beckenried werde «ein verkehrsberuhigendes Eingangstor errichtet, das den Übergang vom Ausserorts- in den Innerortsbereich sichtbar markiert» und das Ein- und Ausfahren in die Seestrasse erleichtere.
Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer unterstreicht in der Mitteilung die Bedeutung des Projekts: «Wir schaffen dadurch mehr Sicherheit und Lebensqualität im Herzen von Buochs. Die Umgestaltung des Dorfkerns ist ein wichtiger Schritt, um den Verkehrsfluss zu beruhigen, den Fuss- und Veloverkehr zu stärken und den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten.» (rwi/zvg)
Aktuelle Informationen jederzeit abrufbar
Der Kanton und die Gemeinde setzen auf stets aktualisierte Informationen, vor allem auch wegen Verkehrseinschränkungen, weshalb erstmals eine digitale Anwohnerinformation genutzt wird, mit der sich die Bevölkerung über die Baufortschritte informieren kann. Grafiken, Bilder und Videos veranschaulichen die verschiedenen Phasen und damit verbundene Behinderungen im Dorfkern. Über die digitale Plattform können auch Baustellen-News abonniert werden. Infos zu Verkehrsbehinderungen sind zusätzlich unter www.nw.ch/strasseninformationen abrufbar. (rwi)
Der Zugang zur digitalen Anwohnerinformation ist unter www.nw.ch/ortsdurchfahrt-buochs zu finden.


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