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Luzern

Kantonsrat sagt Ja zu Steuererleichterungen für Unternehmer

Zukünftig soll der Kanton Luzern den Kapitalisierungszinssatz selbst festlegen.

Die Luzerner Regierung muss die Steuerverordnung so anpassen, dass sie den Kapitalisierungszinssatz jährlich in eigener Kompetenz neu festlegen kann. Aktuell stützt sich die Exekutive auf eine Empfehlung der Schweizerischen Steuerkonferenz. «Mit dieser Lösung sind wir bisher sehr gut gefahren», erklärte Mitte-Regierungsrat Reto Wyss am Dienstag im Kantonsrat.

Doch die Mehrheit des Parlaments folgte nicht der Argumentation der Regierung, sondern überwies ein Postulat von Mitte-Kantonsrat Guido Roos (Wolhusen) mit 82 zu 30 Stimmen als erheblich. Einzig SP und Grüne stimmten geschlossen gegen den Vorstoss. Im Postulat wird ein Mindestzinssatz von 10 Prozent gefordert. «Dies führt zu jährlichen Steuerausfällen von 1 bis 1,5 Millionen Franken beim Kanton», führte Grünen-Kantonsrätin Eva Lichtsteiner (Willisau) aus.

Für die bürgerlichen Kräfte werde somit die Attraktivität für KMU im Kanton Luzern sichergestellt. «Wir sollen uns nicht hinter dem Einheitsbrei der Schweizerischen Steuerkonferenz verstecken, sondern uns aktiv für unsere Unternehmen einsetzen», fasste der Ebikoner SVP-Kantonsrat Guido Müller das Anliegen zusammen. (sfr)

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