Budget 2027

Steinhausen plant im kommenden Jahr mit einem Überschuss von 6 Millionen Franken

Das Budget 2027 rechnet mit einem Plus. Zudem will die Gemeinde den Steuerfuss auf 52 Prozent senken.

Die Gemeinde Steinhausen budgetiert für das kommende Jahr einen Ertragsüberschuss von 6,36 Millionen Franken, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Dieses Plus ergibt sich aus einem Gesamtaufwand von rund 83 Millionen Franken und einem Ertrag von 90 Millionen Franken. Zum Vergleich: Die Jahresrechnung 2025 schloss mit einem Überschuss von 5,5 Millionen Franken ab.

Steinhausen befinde sich «weiterhin in einer ausgezeichneten finanziellen Lage», kommentiert der Gemeinderat die vorgelegten Zahlen. Mit dem Budget 2027 beantragt die Gemeinde darum auch eine Senkung des Steuerfusses von 56 auf 52 Prozent. Gegenüber dem effektiven Steuerfuss 2026 bedeute dies eine steuerliche Entlastung um einen Prozentpunkt.

Einen wesentlichen Beitrag zum positiven Budget leisten die Unternehmen: Laut Mitteilung stammen 72 Prozent der Steuererträge im Budget 2027 von juristischen Personen. Einen grossen Posten auf der Einnahmenseite bildet auch der kantonale Finanzausgleich. Steinhausen erhält nächstes Jahr 6,56 Millionen Franken aus dem Ausgleichstopf.

Das wird sich aber künftig ändern: Wegen der gestiegenen Steuerkraft der Gemeinde «darf» Steinhausen künftig von der Nehmer- auf die Geberseite wechseln. Der Finanzplan 2026 bis 2029 rechnet ab 2028 mit Abgaben von 5 Millionen Franken.

Investitionen in der Höhe von 16 Millionen Franken

Um die finanzielle Stabilität «langfristig zu sichern», will die Gemeinde rund 17 Millionen Franken in die finanzielle Vorsorge investieren. Das Budget sieht die Bildung von finanzpolitischen Reserven im Umfang von 10 Millionen Franken vor. Weitere 7 Millionen sind für die Vorfinanzierung der Schulanlage Feldheim vorgesehen. Die Anlage stammt mehrheitlich aus den 1970er-Jahren und muss saniert werden.

Investieren will Steinhausen im kommenden Jahr rund 15,9 Millionen Franken. Im Zentrum stünden dabei insbesondere die Bereitstellung von Schulraum sowie Investitionen in die Strassen- und Abwasserinfrastruktur. Für die Jahre 2027 bis 2036 rechnet die Gemeinde dann mit Investitionen von insgesamt rund 150 Millionen Franken. Diese könne man gemäss aktueller Finanzplanung aber ohne zusätzliche Verschuldung finanzieren, betont der Gemeinderat.

Die Gemeindeversammlung entscheidet am Donnerstag, 10. Dezember, über das Budget und die beantragte Steuersenkung. Auch der Finanzplan für die Jahre 2028 bis 2031 wird dann zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Versammlung startet um 19.30 Uhr. (tos)

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