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Kanton Uri

Stau am Gotthard: 15 Kilometer Stauspitze – Polizei lobt Massnahmen

Die Polizei ist zufrieden mit dem Staumanagement dieses Jahr. Die Stauzeiten und -spitzen haben sich kaum verändert, die Massnahmen sind aber besser akzeptiert.

Der Kommandant der Kantonspolizei Uri Thorsten Imhof wirkt ausgesprochen gelassen. Und die Antworten auf die Fragen der Journalistinnen und Journalisten zur Stausituation hören sich wie Mantras an. «Ich kann nichts anderes sagen als in den vergangenen Jahren», meint er mit einem Schmunzeln. «Die Stauspitzen haben sich zu denselben Zeiten gebildet und sich höchstens um ein paar Kilometer unterschieden.»

In Erstfeld zeigt sich der Rückstau vor dem Gotthard-Tunnel. Polizeikommandant Thorsten Imhof steht Red und Antwort.
Bild: Florian Arnold (Erstfeld, 18. 4. 2025)

Das Astra verzeichnete in diesem Jahr maximale Staulängen von 11 Kilometern am Gründonnerstag und von 15 Kilometern am Karfreitag. Geringfügige Auswirkungen dürften in diesem Jahr die Wetterverhältnisse gehabt haben: «Wir gehen davon aus, dass die Wetterauswirkungen im Wallis, Tessin und Norditalien dazu geführt haben, dass der eine oder andere Verkehrsteilnehmer von einer Reise in den Süden abgesehen hat», so der Kommandant.

Tröpfchenweise Einfahrt

Wie bestellt stauten sich die Fahrzeuge zum Point de Presse am Freitagnachmittag bis zum Schwerverkehrszentrum. Bei der dazugehörigen Autobahnausfahrt konnte beobachtet werden, wie der aufgebotene Verkehrsdienst Fahrzeuge tröpfchenweise auf die Kantonsstrasse einfahren lässt.

«Das Astra hat für diese Aufgaben einen neuen Verkehrsdienst ausgewählt und in enger Zusammenarbeit mit uns instruiert», kommentiert Thorsten Imhof. «Wir sind sehr zu frieden, wie die Mitarbeitenden agieren. Sie setzen die Massnahmen analog zum vergangenen Jahr exakt so um, wie wir es wollen. Der professionelle Auftritt fördert auch das Verständnis für die Massnahmen.»

Damit spricht Imhof an, dass es in Vergangenheit gar zu Tätlichkeiten gegen Polizeiangehörige kam, als sich Verkehrsteilnehmende nicht an die Massnahmen halten wollten . So etwas habe man in diesem Jahr nicht mehr registriert. «Dieses Jahr haben wir keine negativen Rückmeldungen vom Verkehrsdienst erhalten. Wir beobachten, dass die Massnahmen weitgehend akzeptiert sind», so Imhof.

Einfahrt-Sünder werden angezeigt

Doch was bleibt da für die Polizei übrig, wenn der Verkehrsdienst die Arbeit übernimmt? «Wir leiten in der Zentrale den Verkehr zusammen mit der Verkehrsmanagementzentrale des Astra», erklärt der Polizeikommandant und ergänzt: «Wir sind aber auch an den neuralgischen Punkten präsent und befahren regelmässig die Kantonsstrasse.» Ein spezielles Augenmerk gelte den Autobahneinfahrten Wassen und Göschenen, die bei den langen Staus gesperrt sind.

Bei 15 Kilometern Stauspitze gibt es auch eine Schlange in Erstfeld.
Bild: Florian Arnold (Erstfeld, 18. 4. 2025)

Trotz klarer Signalisation versuchen immer wieder Fahrzeuglenkende, die bekannte Massnahme zu umgehen, und über die Ausfahrt auf die Autobahn zu gelangen. Diese müssen mit einer Anzeige rechnen, wie Imhof aufzeigt: «Wenn jemand über die Ausfahrt auf die Autobahn fährt, geschieht dies entweder als Geisterfahrer oder mit dem Rückwärtsgang. Beides ist auf der Autobahn verboten und zieht eine Anzeige nach sich.»

Ausser kleineren Auffahrkollisionen habe es in diesem Jahr keine Unfälle zu verzeichnen gegeben. «Wir hatten auch keine Ereignisse oder Störungen im Tunnel, was das Verkehrsmanagement positiv beeinflusst.» Alles in allem zieht Imhof eine positive Bilanz zu den Massnahmen, welche die Arbeitsgruppe Staumanagement dieses Jahr zum zweiten Mal umsetzt .

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