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Kultur

Carmen Annen Bonati stellt zum 6. Mal in der Sust Stansstad aus

Die Künstlerin Carmen Annen Bonati präsentiert in der Sust Stansstad ihre neue Ausstellung «Anziehend». Die Schau läuft vom 14. März bis 6. April.
Carmen Annen mit dem Bild «Kleidung. Modisch in», das sie in der Sust zeigt, in ihrem Atelier in Stansstad.
Bild: Rafael Schneuwly (Stansstad, 4. 3. 2026)

Carmen Annen muss man in Stansstad nicht vorstellen. Man kennt sie als Schöpferin der drei Kreiselfiguren an der Kantonsstrasse im Dorf, und in der Sust wird sie am Wochenende ihre 6. Ausstellung eröffnen, wie es in der Ankündigung zur neuen Ausstellung heisst.

«Meine Werke sind geprägt von unzähligen Wiederholungen.» Beim Betreten des Raums im Erdgeschoss kommt einem unweigerlich dieser Satz von Carmen Annen in den Sinn, denn man fühlt sich sofort heimisch in diesem von ihr geschaffenen Reich, das von leuchtenden Farben dominiert wird. Auf der linken Seite befinden sich Aktmodelle aus der Zeit an der Akademie La Grande Chaumière in Paris, Collagen mit textlichen Hinweisen auf berühmte Modehäuser und Exponate, die das Thema der Ausstellung aufnehmen: «Anziehend.» Ein Blick ins Skizzenheft zeigt, wie intensiv sich die Künstlerin mit dem Begriff auseinandergesetzt hat: «Alles zieht sich an», «Beziehung», «beziehend», «attraktiv», «Kleider werden angezogen», um nur einige Assoziationen zu nennen. Mit Bezug auf die Ausstellung werden die Sprachschöpfungen konkreter: «Blumen, Rosen, Streifen, Formen ziehen sich an.»

Die Sust als Ort der Inspiration

Die Künstlerin betont, dass die Sust für sie immer ein Ort der Inspiration gewesen sei, wo sie den Raum und die Freiheit vorgefunden habe, neue Themen anzugehen. Links hinten im Raum hängt ein grünes Werk aus Drahtblumen und Papiermaché mit dem Titel «Das kleine Schwarze», das Carmen Annen in Anlehnung an das berühmte Kleid von Audrey Hepburn schuf und das die Initialzündung für die jetzige Ausstellung bildet. Ideengeber waren auch die 26 Modelle, die in ihrer luftigen Art an Frauenkörper erinnern, die darauf warten, bekleidet zu werden.

Auf der rechten Seite des Erdgeschosses hängen abstrakte Flächen in reinen, intensiven Farben nebeneinander, hergestellt in der für die Künstlerin typischen Leinwand-Streifentechnik. Auch sie stehen in Beziehung zueinander, entwickeln zusammen den Rhythmus, die Bewegung, die Carmen Annen so sehr liebt. Sie hat sich von Anfang an die jetzige Raumgestaltung vorgestellt und betrachtet die 25 Werke im Raum als einziges Bild.

Rosen im Dachstock

Das Mittelgeschoss wird von weiteren Aktmodellen und von Bildern dominiert, die nach Meinung von Carmen Annen so richtig schön kitschig sein dürfen. In diesem Raum hängt auch eine Serie von kleinformatigen, farbig-abstrakten Flächen, die stark an die Collagen im Erdgeschoss erinnern.

Der Dachstock wird von einigen grossformatigen Rosenbildern beherrscht, sekundiert von zwei «Rosenstrassen» auf dem Boden, die aus insgesamt fast 8000 aus Leinen geformten Rosen bestehen. Die Künstlerin kommt an dieser Stelle indirekt ein weiteres Mal auf das Ausstellungsthema zu sprechen: «Bei den Rosen hat es mich angezogen, immer mehr zu machen. Ich kam in eine richtige Sucht hinein.» (zvg)

Kunstausstellung in der Sust: «Anziehend» von Carmen Annen Bonati. Vom 14. März bis zum 6. April. Vernissage am Samstag, 14. März, um 17 Uhr.

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