An der ordentlichen Genossengemeinde der Stanser Genossenkorporation hat sich ein Kreis geschlossen. Vor 100 Jahren hatte die Genossenkorporation der Schützengesellschaft Stans im Schwybogen das Land für den Bau einer Schiessanlage samt Schützenhaus geschenkt. Für die 300-Meter-Schützen kann die Schiessanlage schon lange nicht mehr genutzt werden. Geblieben ist der Unterhalt für das stattliche und unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Weitsichtig haben die Stanser Genossenkorporation und die Schützengesellschaft schon in früheren Verträgen geregelt, dass das Schützenhaus Schwybogen bei nicht mehr Gebrauch durch die Schützengesellschaft wieder an die Genossenkorporation heimfallen soll.
«Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen», führte Genossenvogt Stefan Flury an der Genossengemeinde aus. Und auch, dass der Genossenrat die bisherige Nutzung in den kommenden fünf Jahren nicht ändern wird. Damit gibt sich der Genossenrat jene Zeit, um ein umfassendes Konzept für die zukünftige Nutzung und auch die anstehenden Sanierungsmassnahmen ausarbeiten zu können. Die Pistolenschützen werden weiterhin im Schützenhaus Schwybogen ihren Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten nachgehen können. Der zwischen der Schützengesellschaft und den Pistolenschützen abgeschlossene Vertrag wird von der Genossenkorporation übernommen. Der Heimfall vom Schützenhaus Schwybogen war damit eine reine Formsache.
Unbestrittene Sachgeschäfte
Die von der Genossenkorporation Stans seit Jahren geförderte Produktion von CO2-neutraler Energie mit der eigenen Holzschnitzelanlage ist weiterhin gefragt. Die Langzeitprognosen sehen keinen Einbruch für diese Energieproduktion vor, weshalb der Genossenrat im Sinne einer vorausschauenden Geschäftspolitik der Genossengemeinde einen Kredit von 500'000 Franken für Optimierungsmassnahmen bei der Heizzentrale an der Aawasserstrasse beantragte. Diesem Kredit wurde ebenso zugestimmt wie der Erweiterung der Lagerhalle für Holzschnitzel beim korporationseigenen Forstwerkhof Stuidenhütte am Bürgenberg für 310'000 Franken. Zustimmung erhielten auch verschiedene Projektberichte und Bauabrechnungen. So unter anderem der Kauf und der Leitungsbau des Heizverbundes Tellenmatt-Pestalozzi und die Sanierung der Hotelzimmer beim Hotel Engel in Stans.
Unbestrittene Wahlgeschäfte
Die Mitglieder wählten Stefan Flury für zwei weitere Jahre als Genossenvogt. Für vier Jahre im Amt als Genossenrat, respektive Genossenrätin bestätigt wurden Albert Lussi, Norbert Fischer und Alexandra Lussi. Für zwei weitere Jahre darf Albert Lussi seine bisherige Funktion als Genossenkassier ausüben. Jascha Kayser wurde das Vertrauen als Genossenschreiberin für die kommenden vier Jahre ausgesprochen. Für die gleiche Zeitspanne bestätigte die Versammlung Ernst Lussi in seinem Amt als Genossenweibel. Franziska Imboden und Benno Lussi werden auch im neuen Geschäftsjahr für die Revision der Rechnung die Verantwortung tragen. Die Rechnung 2025 wurde von der Genossengemeinde ebenso genehmigt wie der Jahresbericht des Genossenrats.


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