Neue Boa?

Linke fordern ein alternatives Kulturhaus für die Stadt Luzern

Seit der Schliessung von Häusern wie der Boa fehlen unkommerzielle Kulturräume, heisst es in einem Postulat. Das soll sich ändern.

Die Stadt Luzern soll die Schaffung eines alternativen Kulturhauses prüfen. Das fordern die Fraktionen SP/Juso und Grüne/Junge Grüne in einem Postulat. Dabei soll es sich um einen «unkommerziellen und niederschwellig zugänglichen Begegnungs- und Kulturraum» handeln, wie es im Vorstoss heisst.

Solch selbstverwaltete und unkommerzielle Freiräume fehlten in Luzern. Entsprechende Institutionen wie das Kulturzentrum Boa, das Uferlos, die Indu, die Tamilenschule oder das Frigorex-Areal seien im Verlauf der Jahre Schritt für Schritt verschwunden. «Ein gleichwertiger, langfristig gesicherter Ersatz wurde bis heute nicht geschaffen», heisst es im Postulat. Als mögliche Vorbilder werden darin das Spazio Elle in Locarno, der PROGR in Bern oder die Rote Fabrik in Zürich genannt.

Ein alternatives Kulturhaus biete «Infrastruktur für Menschen und Communities, die in der Stadt zu wenig Platz finden oder aktiv verdrängt werden», heisst es weiter im Postulat. «Sei es aufgrund von ökonomischen Hürden, normativen Erwartungen oder struktureller Diskriminierung.» Dazu gehörten etwa queere Gemeinschaften, migrantische Initiativen oder selbstorganisierte Gruppen, die Räume benötigten, «um sich zu vernetzen, zu organisieren und sichtbar zu sein». (std)

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