Die Feuerwehr der Stadt Luzern soll schrittweise auf Fahrzeuge mit erneuerbaren Antrieben umsteigen. Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf ein Postulat der Grünen. Das Ziel sei, dass bis 2040 der gesamte Fuhrpark der Feuerwehr mit erneuerbaren Antrieben unterwegs ist. Das entspricht der städtischen Klima- und Energiestrategie, die generell auf das Jahr 2040 ausgerichtet ist. Mit der Umrüstung erfülle die Stadt auch ihre Vorbildfunktion.
Zu bedenken gibt der Stadtrat allerdings, dass der Preis elektrischer Feuerwehrfahrzeuge derzeit 50 bis 100 Prozent höher sei als bei Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb. Zudem dürfte die Lebensdauer kürzer sein. Die Umrüstung soll daher «ökologisch und ökonomisch sinnvoll» umgesetzt werden, so der Stadtrat. So sollen die «vorgesehenen Amortisationszeiten der Fahrzeuge» berücksichtigt werden. Ein Ersatz von Fahrzeugen, die ihre Lebensdauer noch nicht erreicht haben, sei «ökologisch nicht zwingend sinnvoll» und auch «weniger wirtschaftlich».
Basel setzt auf E-Fahrzeuge, Zürich nicht
Bei der Stadtluzerner Feuerwehr ist seit zwei Jahren erst ein elektrisches Kommando- und Drohnenfahrzeug in Betrieb. Man stehe aber in Kontakt mit den Feuerwehren in den Städten Basel und Zürich, die bereits mehr Erfahrungen mit E-Einsatzfahrzeugen gesammelt haben. Demnach seien etwa bereits betriebstaugliche Tanklöschfahrzeuge im Einsatz, bei Autodrehleitern sehe es noch etwas anders aus. Basel und Zürich gehen damit unterschiedlich um: «Basel forciert die Umstellung der Feuerwehrfahrzeuge auf E-Mobilität», wie der Luzerner Stadtrat schreibt. Zürich hingegen verzichte bei Grossfahrzeugen der Feuerwehr «bis auf Weiteres» auf E-Mobilität.
Die Stadtluzerner Feuerwehr plant in den nächsten Jahren einige neue Beschaffungen. Bis 2028 sollen 16 der 37 Einsatzfahrzeuge vollelektrisch unterwegs sein. (std)



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