Es sind eindrückliche Zahlen: Rund 98’300 Einsätze in Pflege und Hauswirtschaft, über 48’700 geleistete Pflegestunden und rund 543'000 gefahrene Kilometer für die Einsätze der 820 betreuten Klientinnen und Klienten, heisst es in der Mitteilung der Spitex Uri. «Diese steigenden Kennzahlen aus dem vergangenen Betriebsjahr zeigen, wie stark die Spitex Uri im Alltag der Urner Bevölkerung verankert ist», wird Präsident Michael Zgraggen in seinem Jahresrückblick an der GV der Spitex Uri zitiert. Hinzu kommen ergänzende Angebote: So wurden 26'450 Frischmahlzeiten ausgeliefert und Gäste haben zusammengerechnet 1370 Tage im Tagesheim in Gesellschaft verbracht. «All das ist nur dank unseres engagierten Fachpersonals möglich – sie sind das Rückgrat der Spitex Uri», so Michael Zgraggen.
Neue Stütze für junge Menschen und interne Weiterentwicklungen
Neben dem «intensiven» Betriebsjahr prägten auch Weichenstellungen für die Zukunft und ein Ausblick auf kommende Herausforderungen die GV. So hat die Spitex Uri ihr Leistungsspektrum erweitert: Seit November 2025 begleitet eine Fachkraft Psychiatrie nun auch Kinder und Jugendliche in schwierigen psychischen Situationen direkt in ihrem vertrauten Umfeld. Geprägt war das vergangene Jahr zudem von der umfangreichen Anpassung des Personalreglements und Gehaltssystems, der Modernisierung der kompletten IT-Infrastruktur und der Beschaffung eines neuen Tagesheim-Busses.
Weiterhin im Fokus bleibt das kantonale Projekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege», das die Urner Versorgungsstrukturen in der ambulanten und stationären Pflege und Betreuung nachhaltig verändern wird. «Ein anspruchsvoller Wandel steht hier bevor», wird Landammann und Gesundheitsdirektor Christian Arnold in seinem Grusswort zitiert, und er unterstrich die zentrale Rolle der Spitex Uri in diesem Prozess. Der demografische Wandel und der Wunsch vieler Menschen, im Alter möglichst lange zuhause zu bleiben, stellten das Gesundheitswesen vor grosse Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. «Bei allen diesen Entwicklungen muss stets der Mensch im Zentrum stehen», so Arnold.
Silvia Kiser neu in der Geschäftsleitung
Auch im personellen Bereich gab es wichtige Neuerungen. Mit Silvia Kiser hat die Spitex Uri seit März 2026 eine neue Leitung Kerndienste & Fachbereiche sowie ein neues Mitglied der Geschäftsleitung gewonnen. Sie folgt auf Petra Weber. Die diplomierte Pflegefachfrau HF bringt breite Führungserfahrung aus der Hirslanden-Gruppe mit. Mit ihrem Hintergrund in Leadership und Management sowie ihrem breiten Know-how in der Pflegepraxis übernehme sie eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Organisation, heisst es in der Mitteilung.
Finanziell präsentiert sich die Spitex Uri weiterhin stabil: Die Jahresrechnung mit einem betrieblichen Ertrag von rund 8,9 Millionen Franken wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt. Die Beiträge der öffentlichen Hand beliefen sich auf 3,8 Millionen Franken – darunter der Kantonsbeitrag an die Kerndienste (2,69 Millionen Franken) sowie die gesetzlich vorgegebene Restfinanzierung an die Pflegekosten im Umfang von 960’000 Franken.
Der Blick auf das vergangene Jahr macht deutlich: Die Spitex Uri entwickelt sich laufend weiter – organisatorisch, fachlich und menschlich. «Stillstand passt absolut nicht zu uns – wir gestalten den Wandel aktiv mit», brachte es Michael Zgraggen zum Abschluss seiner Rede auf den Punkt. (zvg)




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