Georg Epp
Georg Epp
Das Morgartenschiessen gehört zu den bekanntesten historischen 300-Meter-Schiessen der Schweiz. Am vergangenen Montag ging die 107. Auflage über die Bühne. Von einst zehn teilnehmenden Urner Sektionen verblieb allein die SG Spiringen.
Gestartet wird in Gruppen à zehn Teilnehmer und es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass man teilnimmt, bis der oder die hinterste und letzte Schütze oder Schützin im Besitz des Gruppenpreises ist. Dies war nun bei der zweiten Gruppe der SG Spiringen der Fall: Heidi Bissig eroberte den Becher mit gutem Ergebnis von 40 Punkten, dies trotz einem Scheibenfehler.
Bei den Spirgner Schützen war es traditionell, im Hotel Tourist den Bechergewinner oder -gewinnerin zu feiern und Kameradschaft zu pflegen. Walter Kempf, der die Teilnahmen immer bestens organisierte, machte einen Rückblick über die Erfolge der SG Spiringen am Morgartenschiessen in den vergangenen Jahren ab 1996. Dreimal kehrte man mit einer Top-Ten-Platzierung und damit mit Lorbeerkranz zurück, wobei man im Jahr 2013 mit Rang drei sehr nahe am Sektionssieg war.
Walter Kempf war der beständigste Gruppenschütze der zweiten Gruppe
Sehr nahe am Einzelsieg war auch Urs Vetter im Jahr 2004 mit Rang zwei. Bei der letzten Teilnahme reichte es der Gruppe zum guten Rang 16 von 120 Sektionen. Bester Einzelschütze war Theo Imhof mit 46 Punkten, vor Walter Kempf und Markus Müller mit je 45 Punkten. Walter Kempf war mit 43,9 Punkten Durchschnitt der beständigste Gruppenschütze der zweiten Gruppe (2006–2021) vor Markus Arnold, in der Gruppe eins (1996-2005) war es Josef Arnold (Chocher) mit 44,2 Punkten. Ob die Stammsektion mit neuen, jüngeren Schützen weiterhin teilnehmen wird, ist noch unklar, es braucht definitiv wieder zehn neue Gruppenschützen.


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