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Betrugsfall

Spanische Justiz beschuldigt früheren Zuger SVP-Fraktionschef der Geldwäscherei 

Die spanischen Behörden werfen dem ehemaligen Zuger SVP-Kantonsrat Manuel Brandenberg vor, in einen grossen Steuerbetrug verwickelt zu sein.

2012 stand der ehemalige Zuger SVP-Fraktionschef und Rechtsanwalt Manuel Brandenberg in den Schlagzeilen: Damals flog ein Millionenbetrug auf , den ein Kunde Brandenbergs orchestriert hatte. In der Firma, die der Betrüger dazu nutzte, amtete Brandenberg als Verwaltungsrat. Während der Betrüger verurteilt wurde, hatte der Fall für Brandenberg keine Folgen.

Manuel Brandenberg im Zuger Kantonsrat.
Bild: Bild: Stefan Kaiser (13. 12. 2018)

Nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet , gab es zur gleichen Zeit in Spanien einen ähnlichen Betrugsfall. Gemäss spanischen Ermittlungen gehe es dabei um einen 42-Millionen-Steuerbetrug einer kriminellen Bande mit Treibstoffgeschäften.

Mehrjährige Gefängnisstrafen gefordert

Gemäss «Tages-Anzeiger» lasten die spanischen Behörden Brandenberg und einem zweiten Schweizer Anwalt an, mehrere Firmen in der Schweiz betreut zu haben, manche davon als Verwaltungsräte, über deren Konten Millionen aus dem mutmasslichen Steuerbetrug geflossen sind.

Entsprechend würden die Vorwürfe der spanischen Ermittler auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Geldwäscherei lauten. Sie fordern mehrjährige Gefängnisstrafen.

Ein Anruf unserer Zeitung in der Kanzlei Manuel Brandenbergs ergibt: Er lässt über seine Sekretärin ausrichten, er nehme zur Sache keine Stellung. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. (tos/haz)

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