Laut der SP Uri versucht der Regierungsrat, einen «klar geäusserten Volkswillen» zu konstruieren, um das Isleten-Projekt vom ägyptischen Investor Samih Sawiris durchzusetzen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Die Ablehnung der Initiative «Isleten für alle» werde in ein klares Bekenntnis der Urner Bevölkerung umgedeutet. Die Partei hält dies für unseriös.
Bereits im Frühling 2024 hatten Experten Zweifel an der Realisierbarkeit des Projekts geäussert, da die Uferzonen im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) eingetragen und geschützt sind. Expertinnen und Experten hätten schon früh darauf hingewiesen, dass das Aufbrechen der geschützten Uferzone für einen landseitigen Bootshafen die Schutzziele des BLN verletze.
Die Vorprüfung habe nun bestätigt, dass die Schutzziele verletzt würden, was das Projekt unwirtschaftlich mache. Dass sich der Urner Regierungsrat «derart unkritisch» hinter das Projekt stellte, erscheine rückblickend «naiv». Die SP Uri betont, dass eine Entwicklung an der Isleten nur im Einklang mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen erfolgen sollte. (zvg/yah)


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