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Chancengerechtigkeit

SP will mögliche Benachteiligung im Gesundheitswesen prüfen lassen

Faktoren wie Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft können Einfluss auf die Qualität der medizinischen Versorgung haben. Daher fordert die SP vom Kanton Massnahmen zur Verbesserung.

Der Kanton soll mögliche Ungleichheiten in Diagnostik und Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern abklären und mögliche Massnahmen zur Verbesserung prüfen. Dies verlangt SP-Kantonsrätin Sara Muff (Sursee) in einem Postulat. Mit dem Vorstoss möchte sie einen chancengerechten Zugang für alle Bevölkerungsgruppen sicherstellen.

Laut Muff zeigen Studien, dass nicht alle Menschen gleich von der medizinischen Versorgung profitieren. Unterschiede gebe es etwa bei der Diagnostik und Behandlung. Symptome würden teils unterschiedlich eingeordnet oder später abgeklärt. Gründe dafür seien unter anderem Sprachbarrieren, unterschiedliche Krankheitsbilder oder unbewusste Vorannahmen im medizinischen Alltag.

In einem weiteren Postulat fordert Muff eine Überprüfung der bestehenden Früherkennung von Darmkrebs bei unter 50-Jährigen. Denn: Im Kanton Luzern können alle Personen ab 50 Jahren franchisebefreit Vorsorgeuntersuchung zum Darmkrebs machen. Problematisch ist, dass Darmkrebs bei jüngeren Menschen häufig erst spät diagnostiziert wird, weil er oft lange kaum Symptome verursacht. Dies verschlechtert die Behandlungschancen und führt zu schwereren Krankheitsverläufen. Die SP fordert, dass geprüft wird, wie diagnostische Abläufe verbessert, medizinisches Fachpersonal sensibilisiert und Risikogruppen früher erkannt werden können. (sb/fmü)

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