Seit März 2022 ist die Pfarrei St. Martin im Besitz einer Chororgel. Damals gab es die einmalige Chance, die wunderschöne und qualitativ hochwertige Orgel aus einem Privatbesitz zu erwerben. Nach einem gelungenen Einweihungskonzert vor rund einem Jahr lädt die Hauptorganistin Lea Ziegler Tschalèr zum zweiten Mal Musikerinnen und Musiker ein, um die speziellen Chororgelklänge dem Publikum näherzubringen. «Dabei werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Chororgel in unterschiedlichen Musikgattungen aufgezeigt», heisst es in einer Mitteilung.
Vier Mitwirkende, vier unterschiedliche Musikgattungen
Lea Ziegler Tschalèr ist ausgebildete Orgellehrerin, Konzertorganistin und Klavierlehrerin mit Schwerpunkt Klassik. Besonders gerne musiziert sie in Kammermusikformationen und begleitet Solistinnen, Solisten und Chöre. Eve Kopli Scheiber ist eine aus Estland stammende Sopranistin. Sie hat sich auf die Musik der Renaissance und des Mittelalters spezialisiert. Zu ihrem Repertoire gehören auch barocke, klassische und zeitgenössische Musik.
Carlo Gamma besuchte die Jazzschule Luzern und beschäftigte sich anschliessend viele Jahre vor allem mit improvisierter Musik. Heute ist er auch als Orchestermusiker sowie in diversen Kleinformationen in diversen Musikgenres unterwegs. Peter Gisler, Kontrabass, hat seine Wurzeln in der Volksmusik. Studierte mit seinem Hauptinstrument, dem Kontrabass, Klassik. Aktuell macht er eine zweijährige Online-Weiterbildung in Improvisation an der Jazzschule Berlin.
Neue Herausforderungen und Uraufführung
Um die musikalische Vielfalt aufzuzeigen, haben die Musikerinnen und Musiker Stücke aus ihren Genres ins Programm eingebracht, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Sich auf die unterschiedlichen Musikgattungen von Klassik, Jazz und Volksmusik einzulassen, sei denn auch bei den Proben die Herausforderung der vier Musikerinnen und Musiker gewesen.
Peter Gisler hat mit einer neuen Komposition die Musikgattungen «Klassik-Jazz-Volksmusik» einfliessen lassen. Mit der unkonventionellen Besetzung, Gesang, Orgel, Saxofon und Stöpselbass-Örgeli, werden so noch nie gehörte Klänge zum Klingen gebracht. Der Titel des Werkes wird erst bei der Uraufführung am Konzerttag bekannt gegeben.
Stöpselbass-Örgeli vor dem Abfall gerettet
Der Stöpselbass mit seinen Modifikationen zum Langnauerli wurde in den 1890er- bis 1930er-Jahren vor allem in der Innerschweiz viel gespielt. Er gilt als wichtiges Zwischenmodell in der Entwicklung zum Schwyzerörgeli. Peter Gisler hat sein Stöpselbass-Örgeli vor Jahren vor dem Abfall gerettet. Das Instrument war nicht mehr spielbar und wurde von Madeleine Blaser, Schüpbach im Emmental, liebevoll restauriert. Das Stöpselbass-Örgeli trägt die Initialen Carl Wipfli Seedorf (UR) 1900. Weiteres ist dazu nicht bekannt.
An diesem Abend haben die Besucherinnen und Besucher die seltene Gelegenheit, das Konzert im Chorraum zu geniessen. Die Nähe zu den Musikerinnen und Musikern wird so zu einem Erlebnis und schafft eine spezielle Atmosphäre. (pd/MZ)
Das Konzert in der Kirche St. Martin in Altdorf findet am Dienstag, 27. Juni, um 19 Uhr statt. Eintritt frei, Kollekte.


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