«Smartphone und Schule – wie weiter?» Unter diesem Titel lud die Bildungs- und Kulturdirektion zu einer ICT-Informationsveranstaltung ein, die vergangene Woche stattfand. Dazu eingeladen waren laut einer Medienmitteilung Akteure der Volksschule, die sich mit den Themen zum digitalen Wandel in der Schule und zur Digitalisierung der Gesellschaft befassen. Anwesend waren zudem Vertreterinnen und Vertreter des Erziehungsrats, von Schulpräsidien und Schulräten sowie von Schulleitungen und der Lehrerschaft.
Fachberater Pirmin Stadler und Ueli Zberg, ICT-Beauftragter im Amt für Volksschulen, führten zunächst einen Dialog zum Thema «Sackmesser und Schule – wie weiter?». Damit verdeutlichten sie, dass sich die Diskussion zu Chancen und Risiken nicht nur auf ein Gerät oder Werkzeug an sich beschränkt, sondern dass generell Zweck, Rahmen und Regeln für dessen Verwendung entscheidend sind.
Im Hauptteil des Abends behandelte die Gastreferentin Sarah Genner die verschiedenen Facetten des Themas. Sie erläuterte das Dilemma des Smartphones als einerseits nützliches Werkzeug und andererseits Ablenkungs- und Störfaktor für die Schule. Sie betonte, dass Wertorientierung für die Schulrealität wichtiger sei als Panikmache. Sarah Genner verwies dabei auf zahlreiche Publikationen, die im Smartphone ausschliesslich eine Gefahr für die junge Generation sehen, und sie zeigte demgegenüber auf, dass eine differenziertere Betrachtung notwendig ist.
Den richtigen Umgang finden
Am Ende des Abends bezogen alle Teilnehmenden persönlich Stellung zur eigenen Haltung dem Thema gegenüber. Im gegenseitigen Austausch zeigte sich klar: Radikale Haltungen bringen auch bei schwierigen Fragen in der Schule meist nichts. Vielmehr geht es darum, den richtigen Umgang und die passenden Regeln zu finden – in Zusammenarbeit mit den Eltern und den Schülerinnen und Schülern. Eine positive Beziehung bleibt der Grundstein für einen guten Umgang mit problematischen Fragen in Erziehung und Bildung.
Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, konnte zum Schluss denn zusammenfassen: «Die Frage nach dem Umgang mit dem Smartphone in der Schule ist zwar neu, das Thema hingegen ist alt. Schon immer gab es Ablenkung und Störungen im Unterricht. Die Antwort darauf ist das richtige Mass an förderlicher Reaktion und die stabile Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen.» (zvg/zf)


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