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Finanzen

Der Kanton Zug erhält von der Nationalbank 40 Millionen Franken

Die Schweizerische Nationalbank kann für das vergangene Jahr mit einem Gewinn von rund 26 Milliarden Franken rechnen. Das hat positive Auswirkungen für Bund und Kantone.
Finanzdirektor Heinz Tännler
Bild: Maria Schmid

Die provisorischen Berechnungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigen für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 26 Milliarden Franken. Dies ermöglicht laut Medienmitteilung eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 4 Milliarden Franken. Die Ausschüttung geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.

«Für den Kanton Zug beläuft sich der Betrag auf rund 40 Millionen Franken», wie Finanzdirektor Heinz Tännler auf Nachfrage mitteilt. Das hat Einfluss auf die Jahresrechnung 2026: «Da der Kanton Zug keine Ausschüttung für 2026 budgetiert hatte, verbessert sich das budgetierte Ergebnis von 373 Millionen Franken um diese 40 Millionen Franken», ergänzt er. Die Gelder sind nicht zweckgebunden. Sie fliessen in die ordentliche Erfolgsrechnung des Kantons.

Zurückhaltende Budgetierung

Nach den Verlustjahren 2022 und 2023 konnte die SNB bereits für 2024 einen Gewinn von 80 Milliarden Franken verbuchen. Der Kanton Zug erhielt im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Franken. Generell budgetiere der Kanton SNB-Ausschüttungen zurückhaltend, so Finanzdirektor Tännler. Die SNB sei keine gewinnorientierte Geschäftsbank. Das Ziel bestehe darin, eine gewisse Preisstabilität zu gewährleisten. Dafür nehme sie auch Verluste in Kauf, führte er damals gegenüber unserer Zeitung aus. Als Folge kann es zu grossen Schwankungen bei den Nationalbank-Ergebnissen kommen.

Für den Geldsegen bei der Nationalbank sorgte 2025 vor allem der Goldpreis. Dieser hat im vergangenen Jahr mehr als 50 Allzeitrekorde geknackt. Weil die Nationalbank 1040 Tonnen Gold besitzt, durfte sie im vergangenen Jahr einen Bewertungserfolg von rund 36 Milliarden Franken in ihre Rechnung einbuchen. Obschon die SNB ihre detaillierten Jahreszahlen erst am 2. März vorlegen wird, ist bereits klar: Ohne Goldhausse wäre sie im Berichtsjahr nicht über eine schwarze Null hinausgekommen. Auch die boomenden Aktienmärkte haben der SNB in die Hände gespielt. Aber die Bewertungsgewinne auf den Gold- und Aktienbeständen waren nötig, um die Wechselkursverluste auszugleichen, die der SNB 2025 heftig ins Konto schlugen. (cro/dz)

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