
An der Vereinsversammlung am Mittwoch, 22. April, nahmen rund 50 Geschäftsleitende, Ausbildungsverantwortliche, Bildungsbeauftragte und Delegierte des Verbands Curaviva Zentralschweiz-Bildung sowie Mitarbeitende von Berufsbildungsämtern teil.
Weder die Jahresrechnung 2025 noch das Budget 2027 gaben Grund zur Diskussion, Anträge waren keine eingereicht worden und auch Voten zu Varia blieben aus. Auf umso grösseres Interesse stiessen dafür die Informationen des Geschäftsführers Franz Odermatt, der Vorstandsmitglieder Sabine Felber, Lisbeth Durrer-Britschgi und Erika Stutz sowie der Marketingverantwortlichen Andrea Guebey zur Ausbildung in Alters- und Pflegeheimen. Curaviva ist der nationale Branchenverband der Dienstleister für Menschen im Alter in der Schweiz. Er fördert Standards in der Langzeitpflege, unterstützt Mitglieder in betriebswirtschaftlichen Fragen in der Langzeitpflege und vertritt die politischen Interessen von rund 1650 Organisationen, die insgesamt etwa 110'000 Menschen betreuen.
Herausforderung Personalfindung
Curaviva Zentralschweiz-Bildung setzt sich unter anderem für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften ein. Dabei wird sowohl im Bereich Gesundheit und Soziales als auch für die Hotellerie-Hauswirtschaft Nachwuchs gesucht. Während im ersten Bereich Fachkräfte für Langzeitpflege und Betreuung ausgebildet werden, übernehmen Absolvierende der Hotellerie-Hauswirtschaft Aufgaben am Empfang, beim Service, in der Wäscherei und bei der Reinigung.

Für die Rekrutierung von genügend qualifizierten Gesundheitsfachkräften setzt Curaviva Zentralschweiz-Bildung auf moderne Marketingmethoden und arbeitet eng mit der Organisation Xund zusammen, die ähnliche Ziele verfolgt. Andrea Guebey konnte den Anwesenden mitteilen, dass die Zahl der Lernenden zugenommen habe. Jugendliche möchte sie mit folgenden Argumenten überzeugen: «Die Ausbildungen in der Pflege und in der Hotellerie-Hauswirtschaft der Langzeitbranche sind sinnstiftend und abwechslungsreich, bieten vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten, fördern die Teamarbeit und beinhalten einen sicheren und interessanten Ausbildungsplatz.»
Von Präsidentin zu Präsidentin
Der emotionale Höhepunkt der Versammlung war der Rücktritt von Ruth Frank als Präsidentin. Sie bedankte sich beim Vorstand und bei der Geschäftsleitung für die harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Amt weiss sie bei Simone Imhof in guten Händen, denn die gebürtige Zugerin bringt einen gut gefüllten Rucksack mit: Ausbildung zur Institutionsleiterin im sozialmedizinischen Bereich, Erwerb des Masters im psychosozialen Management, CAS Gerontologie an der Uni Zürich und Prüfungsexpertin im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. In ihrem Wohnkanton Uri hat sie die operative Gesamtleitung des Seniorenzentrums Oberes Reusstal in Wassen und des Senioren- und Gesundheitszentrums Ursern in Andermatt. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben meint sie: «Ich freue mich sehr auf das Amt, auf die Diskussionen im Vorstand. Ich bin eine Person, die gerne sagt, was sie denkt. Es wird zuweilen Standhaftigkeit brauchen, denn wir reden von verschiedenen Kantonen, von denen jeder seine Kultur hat.»

Rundgang durchs «Haus zum Allweg»
Nach der Vereinsversammlung zeigten Eliane Kayser und Lorenz Steiner vom Alters- und Pflegeheim den Gästen das zwischen 2022 und 2025 erbaute «Haus zum Allweg». Der Raum der Stille, der Coiffeursalon, die Praxen für den Arzt und den Zahnarzt, die Podologie und die Ruheräume für die 230 Mitarbeitenden stiessen auf grosses Interesse. Der Rundgang endete auf dem begehbaren Dachgarten, von dem aus man einen prächtigen Blick auf Stans und Umgebung hat.

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