(pd/RIN) Die treffsichersten Juniorinnen und Junioren des Landes traten im bernischen Schwadernau über 50 Meter mit dem Kleinkalibergewehr zum Stehendmatch an. Letzteres ist nicht wirklich die Lieblingsdisziplin vieler Aktiven, weil die Resultat-Volatilität stehend je nach Form und Verhältnissen markant grösser sein kann als kniend oder liegend. Der Wettkampf hat eine hohe Bedeutung für Junioren und Nachwuchsschützen. Der Anlass ist in erster Linie ein Gradmesser für Junioren und die Mitglieder der Nationalkader, er passt sehr gut in die Junioren- und Nachwuchsausbildung. Geschossen werden 40 Schüsse in der Stellung stehend.
Nur leichter Wind und etwas kühlere Temperaturen als in den Vortagen garantierten beim seit über fünfzig Jahren wichtigen Stehendmatch heisse Wettkämpfe um die Podestplätze in den drei Nachwuchs-Kategorien. So spielten die persönlichen Fähigkeiten mit Technik, Kraft, Ausdauer, Konzentration und mentaler Verfassung der jungen Athletinnen und Athleten eine entscheidende Rolle. In der Favoritenrolle waren die europameisterschaftserprobten Schützinnen und Schützen. Von Uri starteten Helena Epp und Nina Stadler in der Kategorie U21 sowie Leonie Zurfluh und Silas Stadler in der Kategorie U19.
U21-Schützinnen schaffen es in die Top Ten
In der Kategorie U21 startete Helena Epp mit 101,4 Punkten sehr stark und übernahm nach 10 Schüssen die Spitze. In den folgenden 30 Schüssen konnte sie ihr Niveau nicht ganz halten und erreichte schlussendlich mit 388,2 Punkten den 7. Schlussrang. Nina Stadler startete auf der anderen Seite mit 96,1 Punkten verhalten, steigerte sich aber gegen Schluss und schoss mit 101,4 Punkten sehr stark aus. Mit einem Total von 386,7 platzierte sie sich auf dem 8. Rang. Gewonnen wurde der Wettkampf in der Kategorie U21 vom Europameisterschaftsteilnehmer Sven Bachofner (ZH) vor Jennifer Kocher (GE), welche ebenfalls an der Europameisterschaft teilnahm und mit dem Team EM-Bronze holte.
In der Kategorie U19 war Gina Gyger, Oensingen (SO), die Favoritin. Ihrer Rolle wurde sie mit 397,6 Punkten gerecht. Dahinter zeigte jedoch der Urner Silas Stadler eine sehr starke Leistung. Gleich zu Beginn des Wettkampfes zeigte er mit 97,9 Punkten seine Ambitionen auf eine Medaille mit dem 2. Zwischenrang. Mit 99,5 steigerte er sich weiter und konnte so seinen 2. Zwischenrang festigen. In den Schüssen 21 bis 30 musste er mit 95,6 Punkten einen kleinen Dämpfer hinnehmen und rutschte damit auf den 3. Zwischenrang hinter Audrey Goy. Mit sehr starken 100,6 Punkten zum Schluss erreichte er einen neuen persönlichen Rekord und holte sich verdient die Silbermedaille vor Audrey Goy von Ballens (VD). Leonie Zurfluh komplettierte mit 373,6 Punkten und dem 9. Rang die Urner Bilanz.

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