Nach 36 Jahren beim Industriekonzern Siemens gibt Matthias Rebellius seinen Posten als CEO von Siemens Smart Infrastructure ab. Die Geschäftssparte hat ihren Hauptsitz im Kanton Zug und ist einer der grössten dortigen Arbeitgeber mit mehr als 1700 Mitarbeitenden. Smart Infrastructure spezialisiert sich auf Gebäudetechnik und hat sich in den vergangenen Jahren zur grössten und profitabelsten Einheit innerhalb des deutschen Konzerns entwickelt. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung auch der Führung von Rebellius zu: Er habe «beeindruckende Erfolge» erzielt und «eine grosse Erfolgsgeschichte» geschrieben.
Matthias Rebellius startete seine Karriere bei Siemens im Sommer 1990 als Ingenieur und Projektmanager im deutschen Erlachen. Ab 2003 war er in der Schweiz in verschiedenen Funktionen tätig, 2019 wurde er Betriebschef von Smart Infrastructure und CEO von Siemens Schweiz, wenig später CEO von Smart Infrastructure und Verwaltungsratspräsident von Siemens Schweiz. Er ist zudem Mitglied des Vorstands des Siemens-Konzerns. Nun, per Ende Juni, gibt er alle Posten ab. Bis Ende September bleibt er für eine saubere Übergabe an seinen Nachfolger im Unternehmen.
Verwaltungsrat statt CEO
Dieser heisst Peter Körte, ist bereits Technologie- und Strategiechef des Konzerns und wird «im Rahmen einer Verkleinerung des Vorstands», so das Unternehmen gegenüber der NZZ, künftig zusätzlich auch die Leitung von Smart Infrastructure innehaben. Auch der 50-jährige Körte ist bereits seit rund zwei Jahrzehnten für Siemens tätig, dies vor allem in strategischen Funktionen in der medizinischen Sparte Siemens Healthineers.
Der 61-jährige Rebellius verlässt das Unternehmen gemäss einer Mitteilung auf eigenen Wunsch. Er bleibt als Verwaltungsrat bei Siemens Energy, der im Jahr 2020 abgespaltenen und ausgelagerten Energiesparte des Konzerns, tätig. Erst im April dieses Jahres wurde Matthias Rebellius zudem in den Verwaltungsrat des Personaldienstleisters Adecco gewählt. Gegenüber der NZZ gab der Manager an, sich noch weitere Mandate bei anderen Unternehmen vorstellen zu können. «Oder ein soziales Amt, beispielsweise ein Coaching von jungen Führungskräften.»







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