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Erstfeld

Siegerprojekt für neues Mehrzweckgebäude steht fest

Die Jury hat für das neue Wytheid-Areal das Projekt «lisa & bart» ausgewählt. Im Januar gibt es eine Ausstellung.

Neben dem neuen Schulhaus Linden entsteht an der Stelle des heutigen Pfarreizentrums in Erstfeld ein neues Mehrzweckgebäude. Nun steht das Siegerprojekt des entsprechenden Wettbewerbs für die Neugestaltung des Wytheid-Areals fest, wie die Gemeinde Erstfeld in einer Mitteilung schreibt. Das Projekt von zwei Basler Architekturbüros trägt den Titel «lisa & bart», wohl in Anlehnung an die beiden Figuren aus der Zeichentrickserie «The Simpsons». «Ausschlaggebend war, dass das ausgewählte Projekt Schulhaus, Feuerwehrlokal, Mehrzwecksaal und Tagesstrukturen geschickt miteinander verbindet und damit zu einer klaren Aufwertung des Gesamtareals führt», heisst es in der Mitteilung.

So könnte das fertige Siegerprojekt einst aussehen.
Bild: Visualisierung: Indievisual AG/zvg

Insgesamt hatten achtzehn Teams Vorschläge eingereicht. Eine breit abgestützte Jury habe die anonymen Projekte beurteilt. Zu berücksichtigen hatten die Projekte folgende Punkte:

Dringend benötigter zusätzlicher Schulraum

Neues Lokal für die Feuerwehr Erstfeld

Mehrzwecksaal für Vereine und weitere Nutzungen (Ersatz für den Saal des Pfarreizentrums)

Neue Räume für die Tagesstrukturen der Schule

Das Siegerprojekt von den Lorenz Architekten und Back Simonsen sieht zwei Gebäude vor: Am Ort des heutigen Pfarreizentrums entsteht ein zusammenhängender Baukörper (Mehrzweckgebäude) mit Mehrzwecksaal und Räumen für die schulischen Tagesstrukturen sowie dem neuen Feuerwehrlokal, das gegen die Reuss und die Schlossbergstrasse ausgerichtet ist. Das neue Schulhaus Linden ist auf der Ostseite des Wytheid-Areals vorgesehen. Verbindendes Element der beiden neuen Baukörper sind gefaltete Dachformen und Holzfassaden.

Klarer Raumaufbau überzeugte

Das Projekt habe die Jury überzeugt, vor allem mit der logischen Gliederung der Gebäude mit den verschiedenen Nutzungen. «Das neue Schulhaus ist gut ins bestehende Schulareal eingepasst und nimmt mit seinem Volumen Rücksicht auf die angrenzenden Quartierstrukturen», schreibt die Gemeinde. Alle Räume (Klassenzimmer, Gruppenzimmer, Nebenräume) werden auf quadratischem Grundriss organisiert und über einen zentralen Innenraum erschlossen, wo sich auch die Garderoben befinden. «Dieser einfache, klare Raumaufbau sowie die Konstruktionsweise in Holz schafft die geforderte Flexibilität für die Schule.»

Das neue Schulhaus Linden bilde ebenso wie das Mehrzweckgebäude mit Mehrzwecksaal und Tagesstrukturen einen wichtigen Teil des gesamten Schulareals. Die Feuerwehr sei mit Fahrzeughalle und Waschstation geschickt angeordnet, sodass die Erschliessung direkt auf die Schlossbergstrasse erfolge und damit eine markante Qualitätssteigerung für das Schulhausareal ermögliche. «Mit dieser klaren Entflechtung der Verkehrsströme wird die Sicherheit für alle Nutzenden des Schulhausareals (Schule, Vereine, Freizeit) spürbar gesteigert.»

Das Siegerprojekt wird nun zusammen mit der Gemeinde weiterentwickelt. Zusammen mit den anderen Projekteingaben wird das Siegerprojekt Mitte Januar öffentlich ausgestellt. «Die Ausstellung zeigt die Breite der eingereichten Arbeiten und der verschiedenen Lösungsansätze», wird Gemeindevizepräsident Markus Zgraggen zitiert. Der Besuch der Ausstellung sei deshalb spannend, auch wenn die Bevölkerung erst bei der Volksabstimmung zu den nächsten Kreditbegehren wieder aktiv mitbestimmen könne. «Wir freuen uns auf den Dialog mit der Bevölkerung, um ihr unseren Entscheid für das Siegerprojekt zu erklären.» (zf)

Am 15. Januar findet um 18 Uhr eine öffentliche Infoveranstaltung mit anschliessender Projektbesichtigung im Stegmattsaal statt. Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung vom 16. bis 18. Januar.

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