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Kanton Luzern

Sicherheitszentrum Rothenburg wird wieder teurer – bleibt aber im Kostenrahmen

Der Regierungsrat genehmigt das Vorprojekt zum Sicherheitszentrum Rothenburg. Der Bau soll acht Millionen Franken teurer werden und sich weiter verzögern.
Der Innenhof des Sicherheitszentrums in Rothenburg.
Bild: Visualisierung: zvg

Das Sicherheitszentrum Rothenburg wird immer teurer. Gemäss einer Mitteilung des Kantons rechnet die Regierung derzeit mit Kosten von 298 Millionen Franken. Das sind nochmals acht Millionen mehr als die Ende 2022 vom damaligen Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker kommunizierten 290 Millionen . Die Regierung musste zuletzt eine Kostenexplosion rechtfertigen, weil sich der Preis für das Projekt innerhalb von drei Jahren mehr als verdreifacht hatte.

Winiker argumentierte damals, das Zentrum sei «nicht teurer, sondern anders» geworden und nannte Mehraufwendungen wie die Integrierte Leitstelle der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden, die allein 35 Millionen Franken verschlinge.

Bauteuerung und erhöhte Mehrwertsteuer

Nun schreibt die Regierung, sie nehme zur Kenntnis, «dass sich die Kosten seit November 2022 auf 298 Millionen Franken erhöht haben». Dies sei auf die Bauteuerung sowie die seit 2024 erhöhte Mehrwertsteuer von insgesamt 11 Millionen Franken zurückzuführen. Die Regierung nehme positiv zur Kenntnis, dass sich das Bauvorhaben im Kostenrahmen halte. Sie beruft sich dabei auf die Botschaft zum Projektierungskredit, der eine Kostenungenauigkeit von plus/minus 25 Prozent berücksichtigt. Im aktuellen Planungsstand habe sich die Kostengenauigkeit nun deutlich auf plus/minus 15 Prozent reduziert, heisst es weiter.

Neben den Kosten teilt die Regierung auch Änderungen beim Bezugstermin mit. Dieser soll sich wegen der komplexen Baugrube, des anspruchsvollen Baugrunds sowie des mit drei Untergeschossen hohen unterirdischen Bauvolumens weiter nach hinten verschieben. Zuletzt war von 2031 die Rede. Nun gewährt sich die Regierung ein weiteres Jahr. «Demzufolge wird sich der geplante Bezug um rund ein Jahr bis ins 2032 verschieben.»

Weiter heisst es, die vom Regierungsrat in Auftrag gegebene Projektierungsphase für das Bauprojekt soll bis Ende des ersten Quartals 2026 abgeschlossen sein. Daraufhin wird dem Kantonsrat die entsprechende Baubotschaft unterbreitet. Die Volksabstimmung zum Bauprojekt ist auf Ende November 2026 geplant. (jh)

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