Stadt Luzern

Linke fordern «geschütztes Badeangebot» für Finta-Personen

Ein abgetrennter Bereich oder zeitlich begrenzte Badezeiten sollen die Sicherheit für Finta-Personen erhöhen.

Per Postulat fordert die SP/Juso-Fraktion vom Luzerner Stadtrat, dass dieser ein Badeangebot für Finta-Personen (Frauen, intergeschlechtliche, nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen) prüft. So solle der Stadtrat im Pilotprojekt beispielsweise einen «räumlich abgegrenzten Badebereich oder zeitlich begrenzte Badezeiten» prüfen. Weiter solle der Stadtrat untersuchen, wie man die städtischen Badeanlagen «insgesamt sicherer und inklusiver» gestalten könne.

Die Fraktion begründet den Vorstoss damit, dass für Finta-Personen «Blicke, Belästigungen oder das Gefühl mangelnder Sicherheit eine Realität» darstellten. Es könne sein, dass Personen deswegen öffentliche Badis meiden oder nicht gleichberechtigt nutzen können.

Die Postulantinnen verweisen auf entsprechende Angebote. Das Zürcher Frauenbad Stadthausquai ist tagsüber etwa lediglich für Frauen zugänglich und am Abend eine offene Bar für alle. Mit dem «Paradiesli» im Marzilibad besteht in Bern ein sichtgeschützter und abgetrennter Bereich. Die Beispiele würden zeigen, «dass unterschiedliche Modelle erfolgreich umgesetzt werden können und einem realen Bedürfnis entsprechen». Die Debatte um das «Paradiesli» in Zusammenhang mit einem Vorfall Ende Juni zeige, «wie wichtig eine sorgfältige Ausgestaltung geschützter Badeangebote ist».

Der Stadtrat soll zudem prüfen, wie sich Sicherheit und Wohlbefinden für alle Badegäste in den Luzerner Badis steigern lassen – etwa durch klare Haus- und Verhaltensregeln, durch eine Sensibilisierung und Schulung des Badipersonals sowie mittels niederschwelliger Beschwerde- und Feedbackmöglichkeiten, schreiben die Postulantinnen. (gwa)

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