Die Asylunterkunft auf der Allmend in Sempach ist bald Geschichte. Wie der Kanton am Montag in einer Mitteilung schreibt, wird das ehemalige Bürogebäude der Firma Suisag ab September nicht mehr als temporäre Kollektivunterkunft dienen. Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen richtete die Unterkunft im Herbst 2022, als der Druck auf freie Plätze für Flüchtende besonders gross war, im ehemaligen Bürogebäude ein. Damals hiess es, der Betrieb der Unterkunft sei bis Anfang 2024 geplant.
Mit dem Wegfall der Unterkunft stehen gemäss der Mitteilung 50 Unterbringungsplätze für Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen nicht mehr zur Verfügung. Ersatz sei bisher noch nicht gefunden worden. Dies, obwohl die Unterbringungssituation im Asyl- und Flüchtlingswesen weiterhin sehr angespannt sei und die Schaffung von genügend Unterbringungsplätzen deshalb «äusserst herausfordernd» bleibe.
Der Grund für die Schliessung der Unterkunft hängt gemäss dem Kanton mit der Sanierung des unmittelbar benachbarten Ausbildungszentrums des Zivilschutzes zusammen, wo die Bauarbeiten Anfang 2027 starten sollen. Die Suisag-Liegenschaft soll demnach vorübergehend wieder als Provisorium für Bürozwecke dienen.

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