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Bildung

Sekundarschule in Hildisrieden schliesst: Lernende gehen künftig in Rain zur Schule

Ab dem nächsten Schuljahr gehen alle Hildisrieder Sek-Schülerinnen und -Schüler in Rain zur Schule. Da es weiterhin Platz braucht, will Rain den Schulraum erweitern.

Die Gemeinden Rain und Hildisrieden bilden seit rund 20 Jahren einen gemeinsamen Schulkreis. Dabei haben beide Standorte ein eigenes Sek-Schulhaus. So werden derzeit in Rain zwei Jahrgänge unterrichtet, in Hildisrieden einer. Dies wird sich bald ändern: Ab nächstem Schuljahr wird die Sekundarschule ausschliesslich in Rain geführt, teilen die beiden Gemeinden am Mittwoch mit.

Grund ist die wachsende Bevölkerung und die dementsprechend steigende Zahl der Schülerinnen und Schüler. Der Schulraum wird für sie künftig nicht mehr ausreichen. Sowohl in Rain wie auch in Hildisrieden werden in den kommenden Jahren zusätzliche Kindergärten und Primarschulklassen eröffnet, welche mittelfristig die Sekundarschule erreichen werden.

Anbau Chrüzmatt als Übergangslösung

Die beiden Gemeinden haben daher in den vergangenen Monaten geprüft, wie und wo der zusätzliche Schulraum auf der Sekundarstufe realisiert werden kann. Da die Rainer Bevölkerung im letzten Jahr dem Anbau des bestehenden Schulhauses Chrüzmatt zugestimmt hat, entstehen bis im Frühjahr 2023 zusätzlich sechs Klassenzimmer und sechs Gruppenräume.

Beim Schulhaus Chrüzmatt entsteht ein Anbau, welchen die Sek-Lernenden nutzen können.
Bild: Bild: Dominik Wunderli (Rain, 26. Oktober 2022)

Als Übergangslösung kann Rain daher ab dem nächsten Schuljahr Platz für die gesamte Sekundarschule anbieten. Einzig das Fach Technisches und Textiles Gestalten sowie der Sportunterricht werden weiterhin in Hildisrieden durchgeführt, da die dafür nötigen Räumlichkeiten in Rain fehlen.

Für beide Gemeinden sei die Zusammenführung der Sek an einem Standort die optimale Lösung, so Monika Emmenegger. Die Gemeindepräsidentin von Hildisrieden sagt:

«Wirtschaftlich wäre es nicht sinnvoll gewesen, wenn jede Gemeinde für sich gebaut hätte.»

Sie betont, dass es kein Verlust für Hildisrieden sei, wenn in der Gemeinde keine Sekundarschule mehr geführt werde. «Die frei werdenden Schulzimmer können wir für die Primarschule brauchen, daher müssen wir keinen zusätzlichen Schulraum bauen.»

Ausserdem ändere sich für die Schülerinnen und Schüler kaum etwas. «Ein Drittel der Sek-Lernenden kommt aus Hildisrieden. Von ihnen gehen bereits heute einige in Rain zur Schule», sagt Emmenegger. Diese benutzen den öffentlichen Verkehr, um in die Nachbargemeinde zu gelangen. Sie ist überzeugt, dass es keine Opposition gegen den Entscheid geben wird. «Eine Zusammenführung wurde schon vor Corona an Gemeindeversammlungen diskutiert und mit der Gemeinde Rain führen wir eine gute Zusammenarbeit. Eine proaktive Kommunikation war uns immer wichtig.»

Monika Emmenegger (Gemeindepräsidentin Hildisrieden) und Hubert Rigert (Gemeinderat Rain) sind überzeugt, dass der gemeinsame Standort für beide Gemeinden ein Gewinn ist.
Bild: Bild: PD

Rain will Studienwettbewerb ausschreiben

Der Erweiterungsbau in Rain stellt den benötigten Schulraum bis 2026 sicher. Danach braucht es eine neue Lösung. Zurzeit werde der Bedarf an zusätzlichem Schulraum abschliessend abgeklärt. Die Gemeinde Rain will voraussichtlich im Frühling 2023 den Studienwettbewerb für die Schulhauserweiterung und eine neue Doppelturnhalle ausschreiben.

Hildisrieden wird sich an der Finanzierung des neuen Schulraums beteiligen. Die Gemeinde hat darum Einsitz in den Wettbewerbs- und Planungsgremien. Es ist geplant, dass die Stimmbevölkerung von Rain im ersten Halbjahr 2024 über den Sonderkredit für die Schulraumerweiterung an der Urne abstimmen kann.

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