Kanton Uri

Seedorfer Mitte setzt auf Wahljahr und neue Mitglieder

An der Herbstversammlung informierte die Ortspartei über ihre Leistungsvereinbarung mit dem Gemeinderat und aktuelle Geschäfte der Gemeinde. Im Fokus standen zudem die bevorstehenden Wahlen in Uri und die Rekrutierung von Mitwirkenden.

Die Mitte Seedorf traf sich am 20. Oktober unter der Leitung von Ortspartei-Präsident und Landrat Andreas Bilger zur traditionellen Herbstversammlung. Neben den offiziellen Mitgliedern durfte der Vorsitzende als Gäste auch den Präsidenten der «Mitte Uri», Kurt Gisler, Attinghausen, sowie Stefan Gisler begrüssen, der anlässlich des Urnengangs vom 29. November als neues Mitglied des Gemeinderats Seedorf kandidiert. Der 55-jährige Versicherungsberater und ehemalige Präsident des RHC Uri nahm an diesem Abend die Mitte-Einladung wahr, um Einblick in die Arbeit und in die Geschäfte der Ortspartei zu erhalten. Stefan Gisler ist bereit, sich politisch zu engagieren und ab 2027 das Amt des zurücktretenden Gemeindeverwalters Urs Bissig zu übernehmen.

Leistungsvereinbarung abgeschlossen

Andreas Bilger orientierte die Mitglieder der Ortspartei über die mit dem Gemeinderat abgeschlossene Leistungsvereinbarung. Zum Auftrag der Mitte Seedorf gehören vor allem die Rekrutierung von Behörden- oder Arbeitsgruppenmitgliedern, aber auch die Mitarbeit bei Vernehmlassungen sowie Informationen und Kampagnen zum politischen Geschehen in der Gemeinde. Zudem hielt Andreas Bilger fest, dass der Vorstand der Mitte Seedorf den Gemeinderat ersuchen werde, die Einführung von stillen Wahlen sowie eventuell auch von Gesamterneuerungswahlen der Seedorfer Behörden zu prüfen.

Gemeindepräsident Toni Stadelmann informierte über diverse aktuelle Geschäfte des Gemeinderats. Im Mittelpunkt stand dabei die Erläuterung der Budgets 2027, die an der offenen Dorfgemeinde vom 12. November beraten werden. Der Voranschlag der Einwohnergemeinde prognostiziert bei einem Gesamtaufwand von knapp 8 Millionen Franken Mehrausgaben von 182'000 Franken.

Neuer Urner-Mitte-Chef stellt sich vor

Der im Mai gewählte neue Präsident der Mitte Uri, Landrat Kurt Gisler aus Attinghausen, stattete der Ortspartei Seedorf seinen offiziellen Antrittsbesuch ab. «Ortsparteien sind das Fundament für eine erfolgreiche politische Arbeit der Mitte auf Kantons- und Bundesebene», betonte er. «Erklärtes Ziel der Kantonalpartei ist es, dieses Fundament gezielt zu stärken.» Um dies zu erreichen, gelte es, möglichst viele Urnerinnen und Urner für ein politisches Engagement zu motivieren, nicht zuletzt auch in Gemeinden ohne funktionierende Ortsparteien.

Gerade dort liege personelles Potenzial für die Mitte brach. «Wir haben 15 äusserst spannende Monate vor uns», betonte Kurt Gisler. Damit sprach er einerseits die Urner Richterwahlen sowie die National- und Ständeratswahlen im Jahr 2027 an, anderseits aber auch die Regierungs- und Landratswahlen 2028. «Wir sind parteiintern bereits seit einiger Zeit an der Arbeit und meines Erachtens gut unterwegs. Wir werden mit überzeugenden Mitte-Kandidaturen aufwarten können», zeigte sich Gisler überzeugt. Zu den konkreten sitzbezogenen Wahlzielen der Mitte Uri bei den Wahlen von 2028 wollte er sich allerdings noch nicht äussern. «Diesbezüglich sind noch keine definitiven strategischen Entscheide gefällt worden.»

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