Gurtnellen

Schwyzer Töfffahrer verunfallt im Urnerland schwer

Bei einem missglückten Überholmanöver in Gurtnellen hat sich ein 27-jähriger Motorradlenker aus dem Kanton Schwyz erhebliche Verletzungen zugezogen.

Am Donnerstag, kurz vor 19 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Schwyzer Kontrollschild auf der Gotthardstrasse von Norden herkommend in Richtung Wassen. 

«Ausgangs Gurtnellen Dorf beabsichtigte der 27-jährige Lenker, einen vor ihm fahrenden Linienbus zu überholen. Während des Überholmanövers verlor der Motorradfahrer aus derzeit unbekannten Gründen die Herrschaft über sein Fahrzeug, kollidierte Folge dessen mit dem linksseitigen Strassenrand und stürzte auf die Fahrbahn», wie die Urner Kantonspolizei am Freitag in einer Medienmitteilung berichtete.

Der Töfffahrer wurde mit schweren Verletzungen durch den Rettungsdienst Uri ins Kantonsspital Uri gebracht. Am Motorrad entstand laut Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 3500 Franken.

Im Kanton Uri, der mit seinen bekannten Passstrassen wie dem Gotthard, dem Klausen, dem Furka oder dem Susten ein extrem beliebtes Revier für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ist, ereignen sich pro Jahr im Durchschnitt rund 40 bis 60 polizeilich registrierte Motorradunfälle mit Personenschaden.

Da der Kanton Uri insgesamt ein eher geringes Gesamtunfallgeschehen aufweist – in den letzten Jahren wurden jährlich zwischen 250 und 310 Verkehrsunfälle über alle Fahrzeugklassen hinweg polizeilich registriert –, machen die Motorradunfälle einen prozentual spürbaren Anteil aus. Vor allem bei den schweren Verletzungen fallen Zweiräder stark ins Gewicht. Die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrenden schwankt wetter- und saisonabhängig meist zwischen 10 und 20 Personen pro Jahr. Tödliche Motorradunfälle auf den Urner Strassen ereignen sich glücklicherweise nicht jedes Jahr, die Statistik verzeichnet hier meist zwischen null und zwei Todesopfer pro Saison.

Die grosse Mehrheit dieser Unfälle geschieht in den intensiven Sommermonaten zwischen Juni und September auf den Passstrecken, wobei Selbstunfälle in Kurven die häufigste Ursache darstellen. gh

 

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