Unter strahlend blauem Himmel in Sierre startete der lange Cup-Tag für die Rebells mit der ersten Halbfinalpartie, wo die Horgenberg Hammers warteten. Die Zuger traten wie erwartet dominant auf und rissen das Spieldiktat ab Minute eins an sich. Trotzdem schafften es die Gegner aus Horgen gelegentlich, zu entwischen und zu gefährlichen Kontern anzulaufen.
Die Oberwiler ihrerseits liessen die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor etwas vermissen und so führten sie nach zwei Dritteln zwar mit 3:1, jedoch war die Partie noch nicht entschieden. Erst im dritten Abschnitt gelang den Rebells die Vorentscheidung durch einen Doppelschlag von Tim Müller und Nick Hlubek innert 36 Sekunden – am Ende stand es 7:2.
Erwartungsgemäss konnten sich in der anderen Halbfinalpartie die Sierre Lions gegen den SHC La Chaux-de-Fonds durchsetzen, sodass ein mit Spannung erwarteter Final zwischen Oberwil und Sierre Tatsache war.
Ein zähes Ringen um Vorteile
Der grosse Showdown am Samstagabend zwischen den beiden besten Teams im Schweizer Streethockey sollte den hohen Erwartungen gerecht werden. Es war ein schnelles und intensives Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Die Rebells konnten sich mit ihrer aktiven Spielweise im ersten Drittel zwar ein leichtes Chancenplus herausspielen, doch schaute nichts Zählbares dabei heraus.
Zu Beginn des zweiten Drittels konnten die Zuger in Überzahl agieren. Nach einer sehenswerten Passkombination fand Tim Müller Teamkollege Ken Müller am weiten Pfosten, der nur noch einschieben musste – 1:0. Es ging im selben Stil weiter: Die Rebells powerten und erarbeiteten sich Chancen, aber auch Sierre konnte stets gefährliche Nadelstiche in der Zone der Zuger setzen. So zog gegen Ende des zweiten Drittel ein Walliser den Oberwiler Verteidigern davon und traf zum 1:1.
In den nächsten Abschnitt starteten die Rebells entschlossen. Nach gut einer Minute konnte Aaron Iten die Zuger erneut in Front schiessen, nachdem er von Moritz Hausherr mit toller Übersicht angespielt worden war. Auch diese Führung musste man jedoch wieder hergeben: Nach einer kontroversen Szene forderten die Rebells eine Strafe gegen Sierre, ehe sich der grossartig aufspielende Goalie Olivier Chakroun zum zweiten Mal geschlagen geben musste – 2:2.
Das Spiel befand sich auf Messers Schneide, und auf der Uhr verblieben nur noch fünf Minuten zu spielen. Rebells-Topskorer Raphael Enzler fasste sich daraufhin ein Herz und schoss in einem Energieanfall innert 25 Sekunden zwei beinahe identische Tore zur Vorentscheidung. Das Team von Tibor Kapanek brachte die letzten Minuten souverän über die Runden und liess nichts mehr anbrennen. Die Titelverteidigung ist gelungen, die Oberwil Rebells sind Cupsieger 2026.
Assistenz-Captain Aaron Iten zeigte sich im Anschluss stolz auf sein Team: «Wir haben uns diesen Sieg durch eine geschlossene Teamleistung verdient. Wir waren das aktivere Team und haben den Sieg heute wohl mehr gewollt.»
Knapp gescheitert sind hingegen die U12-Junioren der Oberwiler. Sie unterlagen im Cupfinal dem SHC Grenchen mit 5:6 nach Verlängerung.



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