Unter dem Titel «Requiem for Melting Ice» geht die Biennale Flüelen in die dritte Runde. Die Ausstellung ist von Sonntag, 9. August, bis Sonntag, 16. August, täglich von 14 bis 19 Uhr in der Alten Kirche an der Dorfstrasse 6 in Flüelen zu sehen. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben.
Im Zentrum steht eine Klang-Raum-Installation des isländischen Künstlers, Musikers und Komponisten Gunnar Kristinsson. In weissen, schwarzen und roten Fässern hängen Eisblöcke an galgenartigen Konstruktionen. Während sie langsam schmelzen, ist in stillen Momenten das Tropfen des Wassers im Kirchenraum zu hören.
Mit insgesamt fünf Installationen setzt sich Kristinsson mit der Erderwärmung, dem weltweiten Energieverbrauch und den Folgen menschlichen Handelns auseinander. Alltagsgegenstände wie Ölfässer, Leitern oder ein Sackkarren werden dabei zu Sinnbildern für Konsum, Fortschrittsglauben und eine zunehmend aus dem Gleichgewicht geratene Welt.
Zur Ausstellung gehört auch ein tägliches Konzertprogramm. Gunnar Kristinsson spielt jeweils um 17 Uhr auf digitaler Kirchenorgel, Keyboards und Perkussionsinstrumenten. Zum Auftakt am Sonntag, 9. August, tritt er gemeinsam mit dem Urner Perkussionisten Beat Föllmi auf. Dabei kommt ein 150 Zentimeter grosser Symphoniegong zum Einsatz.
Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, 16. August, ebenfalls um 17 Uhr statt. Zu Gast ist der Urner Künstler und Klangforscher Andreas Wegmann mit Kontrabassklarinette und seiner «Elften Röhre». Das 18 Meter lange Klangobjekt ist erstmals in Uri zu hören und während der übrigen Ausstellungstage auch als Installation zu sehen. (rwi)




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