Auf der Walkingroute Kirche – Waldbruder Ebnet – Bergstation Haldi, welche den Talboden von Schattdorf mit dem Naherholungsgebiet Haldi verbindet, nagte laut einer Mitteilung der Gemeinde der Zahn der Zeit: In den 20 Pfosten war der Wurm drin. Viele Pfosten waren morsch oder fehlten. Die 20 «Zwergli», welche auf den 600 Höhenmetern seit fast 10 Jahren zu sehen gewesen waren, verblichen allmählich.
Diesen leisen Abschied der 20 «Zwergli» wollte die Tourismus -und Wanderwegkommission der Gemeinde Schattdorf und 18 Schattdorfer Schüler der 5. Klasse so nicht hinnehmen. Schnell wurde deshalb im vergangenen Jahr aus der Not eine Tugend gemacht und ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismus und Wanderwegkommission, der Gemeinde- und der Schule Schattdorf geboren.
Neue Köpfe innerhalb von vier Lektionen gemacht
Keine Kopien sollten die neuen «Zwergli» sein – 20 neue Charakterköpfe sollten es werden. «Die Idee kam von den Kindern und war perfekt für unser Lehrfach Bildnerisches Gestalten», berichtet Priska Bürgin, Lehrerin im Fach Bildnerisches Gestalten in der 5. Klasse von Stefan Geisser der Primarstufe Schattdorf. Die Schüler hätten zuerst eigene Entwürfe gezeichnet, dann gemeinsam diskutiert und ausgewertet. So sind laut Priska Bürgin in vier Lektionen 20 unterschiedliche Charakterköpfe entstanden. Diese seien einfach, bunt und mindestens genauso lustig wie die alten «Zwergli». «Die Kinder waren vom ersten Moment an dabei und stolz, als wir Anfang Juli gemeinsam mit Vertretern von Gemeinde und Kommission die 20 neuen Köpfe bei einer Begehung vor Ort besichtigten und jeder ein Selfie mit seinem Charakterkopf bekam», sagt Priska Bürgin.
«Die Idee kam von den Kindern und war perfekt für unser Lehrfach Bildnerisches Gestalten»
Priska Bürgin, Lehrerin im Fach Bildnerisches Gestalten
«Die effektiven Stunden für Vorabklärungen und den Austausch der Pfosten und Tafeln habe ich gar nicht gezählt, denn sie waren den Aufwand wert», ergänzt Werner Gisler von der Tourismus -und Wanderwegkommission Schattdorf. Auch Gemeindevertreter sind laut der Mitteilung von der gelungenen Neuinterpretation beeindruckt. Es sei schön zu sehen, wie eine Idee von vielen getragen wird und gemeinsam aus Kleinigkeiten etwas Grösseres entsteht. Und das ganz ohne Zwischenfälle. Für die Gemeinde sei selbstverständlich gewesen, dass sie das ermöglichen und persönlich bei der Erstbegehung mitlaufen. «Wir wünschen allen Begehern viel Spass bei der Erkundung des neuen «Zwergliwegs» und bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten», freuen sich Gemeinderat Vinzenz Arnold und Geschäftsführer Daniel Münch über die neue Attraktion im Schattdorfer Wald. (red)

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