Die Schächentaler Bürgergemeinden Spiringen und Unterschächen wechseln sich als Gastgeber des Holzerabends ab. Dieses Mal war Unterschächen an der Reihe. Die Betriebsleitung der beiden Bürgergemeinden durfte am vergangenen Samstag gut 60 Personen im Hotel Alpina in Unterschächen begrüssen.
Nach einem feinen Nachtessen aus der Alpina-Küche leitete Revierförster Beat Herger zu seinem Jahresrückblick über. Er streifte in seinem Vortag die ausgeführten Arbeiten des vergangenen Jahres.
In seinem umfassenden, mit eigenen Bildern und immer mit kleinen Anekdoten gespickten Rückblick erklärte er die eigenen forstlichen Arbeiten. Ein interessanter Teilbereich, der immer mehr an Bedeutung gewinne, sei die Spezialholzerei zur Gewinnung von Mondholz im Herbst. Zu den Unternehmeraufträgen, welche im Forstrevier Schächental bis zu 50 Prozent ausmachen, gehörten unter anderem vielseitige Arbeitseinsätze wie Sicherheitsholzerei entlang der Kantonsstrassen, Spezialholzerei für Private, Bachlaufkontrollen, Aufträge im Hochwasserschutz, Lawinenverbauungen oder Holzkastenbau nach vorangegangenen Murgängen,
Beat Herger erwähnte, dass zuweilen der Vorwurf aufkomme, zu viele Helikoptereinsätze zu generieren. «In der Sicherheitsholzerei im Gebirgswald ist der Helikopter in manchen Situationen die einzige mit verantwortbarem Aufwand zu betreibende Lösung», hielt er dazu fest. Um dem Borkenkäfer vorzubeugen, dürfe das Holz nicht zu lange liegen gelassen werden. Bei der Sicherheitsholzerei seien Seillinien wenig praktikabel.
Verabschiedung treuer Mitarbeiter und Geschäftspartner
Infolge Pensionierung verabschiedete Beat Herger drei zuverlässige, treue Mitarbeiter. Hansruedi Herger Urnerboden war 35 Jahre Bannwart und Waldverantwortlicher für die Region Urnerboden der Bürgergemeinde Spiringen. Ruedi Faustinelli, Rechnungsführer Amt für Forst und Jagd, war lange Jahre dafür zuständig, zusammen mit den Bürgergemeinden und der Korporation die Betriebsabrechnung zu erstellen. Forstingenieur Paul Baumann arbeitete rund 30 Jahre für den Hochwasserschutz. Alle drei hätten für die Forstregion Schächental hervorragende Leistungen erbracht, so Beat Herger.
Sicherheitsdirektorin Céline Huber überbrachte die Grüsse und den Dank des Regierungsrates, sie zeigte sich beeindruckt über die Komplexität der verschiedenen Arbeitsabläufe zum Teil unter erschwerten Bedingungen. Neben dem Schutz vor Naturgewalten sei der Wald für viele Menschen ein Rückzugsort, ein Ort der Ruhe und Entspannung sowie Kraftquelle. Speziell dankte sie dem Team des Forstrevier Schächental für ihren wertvollen Einsatz für Volk und Land.
Bei guten Gesprächen in der «Forstfamilie» und lüpfiger Ländlermusik endete ein gelungener Holzerabend nach Mitternacht.



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