
Die SBB führen am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Übung eine Evakuation im ersten Untergeschoss des Luzerner Bahnhofs durch. Zu- und Abgänge werden etappenweise gesperrt. Die Übung wird bis voraussichtlich 16 Uhr dauern. Ziel der Übung ist, die Abläufe und die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden für den Ernstfall zu testen. Für Reisende besteht keine Gefahr. Die Übung wird vor Ort entsprechend ausgeschildert. Der Betrieb des Bahnverkehrs wird nicht beeinträchtigt, es muss jedoch mit längeren Wegzeiten gerechnet werden.

Vor Ort befinden sich zirka zwei Dutzend Polizisten, Polizeihunde und auch die Bahnpolizei. Mehrere Übungsleitende sind mit gelben Leuchtwesten klar erkennbar und beobachten die abgesperrte Zone.

Gegen 13.50 Uhr ertönt im gesamten Bahnhofsgebäude eine laute Durchsage. Sämtliche Personen werden aufgefordert, das Gebäude sofort zu verlassen. Viele Mitarbeitende der Läden bleiben aus Verwirrung in den Geschäften, bis sie von den Behörden verwiesen werden. Die Durchsage wird auf drei Sprachen wiederholt. Was zur Verwirrung führt: Die Durchsage ist im gesamten Gebäude klar hörbar. Evakuiert muss jedoch nur das Untergeschoss.

Die Stimmung im Bahnhof ist schlecht. Es wird teilweise laut ausgerufen und diskutiert. Die Teilevakuierungsübung passt nicht allen in den Zeitplan. Auch Velokuriere und Wartungspersonal müssen kurzfristig ihre Pläne anpassen.
Gegen 14.20 Uhr endet die Evakuationsdurchsage und die Mitarbeitenden dürfen zu den Geschäften zurückkehren. Kurz darauf wird das Untergeschoss des Bahnhofs wieder komplett geöffnet und die Läden und Flächen sind uneingeschränkt begehbar.
Die SBB führen regelmässig Übungen an diversen Bahnhöfen in der Schweiz durch.
++ Update folgt ++
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