Betrug

Zu Spottpreisen abkassiert: Kapo Obwalden warnt vor unseriösen Goldankäufern

Anfang September gerieten zwei deutsche Staatsbürger in Sarnen ins Visier der Ermittler. Der Fall zeigt exemplarisch, wie leicht Verkäufer getäuscht werden können. Und worauf man beim Schmuckverkauf achten muss.

Als die Kantonspolizei Obwalden Anfang September in Sarnen die Aktivitäten von Goldankäufern überprüfte, deckte sie dabei betrügerische Machenschaften auf. Die Ermittlungen zeigten, dass die Ankäufer gesetzliche Dokumentationspflichten verletzten, Wertgegenstände weit unter ihrem tatsächlichen Wert erwarben und teilweise Quittungen nachträglich manipulierten.

Dabei wurden gutgläubige Verkäuferinnen und Verkäufer um angemessene Erlöse gebracht, wie die Kantonspolizei Obwalden am Dienstag informierte. In der Folge leitete die Polizei gegen zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 21 und 33 Jahren ein Strafverfahren wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Verstössen gegen das Edelmetallgesetz ein. Zudem stellte sie mehrere Gegenstände und Vermögenswerte sicher.

Die Polizei rät zur besonderen Vorsicht beim Verkauf von Schmuck und Edelmetallen. Verkäufer sollten vorab den ungefähren Wert anhand von Gewicht, Prägungen oder alten Belegen ermitteln und sich die Einschätzung des Händlers anhören, bevor sie eigene Preisvorstellungen nennen.

Wichtig ist zudem, Stücke vorab zu fotografieren, beim Wiegen genau zuzusehen und auf einer detaillierten Quittung zu bestehen. Wer Schmuck veräussern möchte, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen, Vergleichsangebote – insbesondere bei lokalen Juwelieren – einholen und im Zweifel eine Vertrauensperson beiziehen. Bei Verdachtsfällen sollte umgehend die Polizei via Notruf 117 verständigt werden. (luz)

Kommentare (0)