Vergängliche Kunst

Strassenkünstler begeistert in Luzern mit seinen Kreidebildern

Künstler Samarte Quinatoa aus Ecuador ist aktuell in Luzern aktiv. Seine Bilder lassen Passanten und Passantinnen innehalten – aber nur für kurze Zeit.

Auf der Bahnhofstrasse halten Menschen inne und zücken ihr Smartphone oder den Fotoapparat. Für einmal nicht für den Wasserturm, sondern für das Bild einer Frau, das auf dem Boden entsteht. Künstler Samarte Quinatoa, wie er sich auf Instagram nennt, ist am Werk.

Bereits am Montag hat er ein Bild in Luzern gemalt:

Der Künstler stammt aus Puyo in Ecuador, einer Stadt am Rande des Amazonasbeckens. Dies zeigt sich in manchen seiner Werke, die Menschen sowie Flora und Fauna der Region abbilden.

Er ist für die Fiera delle Grazie, die jeweils Mitte August in der Region Mantua stattfindet, nach Italien gereist, wie er erzählt. Dieses Fest ist Angaben auf der Webseite zufolge eine Kombination aus Spiritualität, Kunst und Brauchtum, das auf die Marienverehrung zurückgeht. Wichtiger Bestandteil des Festes sind auch die sogenannten Madonnari: Die Strassenmaler reisen aus der ganzen Welt an und zeichnen mit farbiger Kreide religiöse Szenen, Marienbilder und andere sakrale Motive. Wie modern die Interpretationen sein können, zeigt Samarte Quinatoa:

Während insgesamt 80 Tagen ist der Künstler aus Ecuador in verschiedenen Städten in Europa unterwegs, wie er erzählt. Seine Strassenkunst ist vergänglich: Die Farben aus Kreide seien umweltverträglich und wasserlöslich. Nach einem Regenschauer sind die Bilder verschwunden. (spe)

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