Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Bruder-Klausen-Altars findet am Ostermontag, 6. April, ein öffentlicher Vortrag in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Theodul in Sachseln statt. Unter dem Titel «Vom barock inszenierten Gerippe zur modernen, stilisierten Silberfigur – oder: Sah Bruder Klaus selber zum Rechten?» spricht der Sakralkunst-Experte Urs-Beat Frei über die aussergewöhnliche Entstehungsgeschichte des Grabaltars, heisst es in einer Mitteilung.
Der Volksaltar in der Sachsler Kirche zähle zu den bedeutenden Werken der sakralen Kunst des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Im Zentrum steht die silbervergoldete Liegefigur des Niklaus von Flüe, die zugleich als Sarkophag für seine Gebeine dient und durch ihre hohe künstlerische Qualität besticht.
Die Geschichte des Altars reicht weit zurück: Ihren Ursprung hat sie in einem barock inszenierten Gerippe aus dem Jahr 1732. Einen entscheidenden Entwicklungsschritt erlebte das Werk Ende 1934, bevor es schliesslich am 4. April 1976 in seiner heutigen Form vollendet wurde – genau vor 50 Jahren.
Der Vortrag beleuchtet diese Entwicklung vom barocken Ursprung bis zur modernen Gestaltung und bietet neue Einblicke in ein aussergewöhnliches Zeugnis Schweizer Sakralkunst. Der Anlass um 14 Uhr ist öffentlich, der Eintritt ist frei. (zvg)



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