In der Ron in Hochdorf sind Dutzende Fische verendet. Das vermeldet der kantonale Fischereiverband am Freitagnachmittag. Die Bilder von toten Forellen und Flusskrebsen hat Hobbyfischer Werner Koch aus Hohenrain aufgenommen. «Wir haben am Morgen kübelweise tote Fische eingesammelt», sagt Koch am Telefon. Er gehe von mehreren Dutzend Tieren aus. Der Grund für das Fischsterben hänge mit der Trockenheit, dem zu warmen Wasser und dem daraus folgenden Sauerstoffmangel zusammen.

Im Gebiet Urswil laufe derzeit kaum noch Wasser durch den Bachlauf. «Eigentlich müsste man bei solchen Wetterlagen Wasser in den Bach einlassen können.» Möglich wäre dies mit sogenannten Retentionsbecken, erklärt Koch. Der Hohenrainer spricht von einer aussergewöhnlichen Situation. «Ein so massives Fischsterben gab es hier noch nie.»

Wie viele Tiere genau verendet sind, sei schwierig abzuschätzen. Manche seien wohl von Wildtieren wie Füchsen oder Vögeln geholt worden, bevor sie entdeckt wurden. Bei den Fischen handelt es sich ausschliesslich um Forellen, wie Koch erklärt. Sie seien als kälteliebende Fische bei diesen Temperaturen besonders empfindlich. Die kantonale Dienststelle für Landwirtschaft und Wald war gemäss dem Fischer vor Ort. Sie habe bereits am Morgen eine Wassertemperatur von 20 Grad gemessen. «Zudem war der Sauerstoffgehalt des Wassers sehr tief.»

Koch geht davon aus, dass dieses Fischsterben kein Einzelfall bleibt. Zu diesem Schluss kommt auch Kurt Bischof vom kantonalen Fischereiverband. «Das bleibt kein Einzelfall. Es tut weh, so etwas zu sehen.» (jh)

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