Die Gemeinde Risch steht finanziell gut da: «Das positive Jahresergebnis von 6 Millionen Franken resultiert aus einem um 2,7 Millionen Franken tieferen Aufwand und einem um 2,6 Millionen Franken höheren Ertrag.» Das geht aus einer Mitteilung der Gemeinde hervor. Das Ergebnis liegt 5,3 Millionen Franken über dem Budget 2024. Dieses habe einen Ertragsüberschuss von 0,8 Millionen Franken vorgesehen. «Der Gemeinderat verfolgt eine nachhaltige Finanzpolitik mit dem Ziel, Investitionen möglichst mit eigenen Mitteln ohne Verschuldung zu finanzieren», erklärt Francesco Zoppi, Vorsteher Finanzen/Controlling, in der Mitteilung. Dank des Überschusses aus dem Jahr 2024 komme die Gemeinde diesem Ziel einen weiteren Schritt näher.
Der tiefere Aufwand sei unter anderem auf Budgetunterschreitungen beim Personalaufwand und tiefere Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen zurückzuführen. Aufgrund der Annahme der 8. Teilrevision des Steuergesetzes vom 26. November 2023 falle zudem der gemeindliche Beitrag an den nationalen Finanzausgleich (NFA) in Höhe von 4,1 Millionen Franken weg.
Die grössten Budgetüberschreitungen seien etwa bei den Dienstleistungen und Honoraren sowie beim baulichen und betrieblichen Unterhalt des Verwaltungsvermögens zu verzeichnen.
Nicht budgetierte Erträge
Im Zusammenhang mit der erwähnten 8. Teilrevision des Steuergesetzes sei es zu einem nicht budgetierten Solidaritätsbeitrag des Kantons Zug in der Höhe von 1,2 Millionen Franken gekommen. Dies habe wesentlich zu den Mehreinnahmen beigetragen – genauso wie der Verkauf einer Teilfläche des Grundstücks Nr. 714 an den Kanton Zug für den Bau der neuen Mittelschule in Rotkreuz für 1,9 Millionen Franken. Zum Grundstück Nr. 714 gehören etwa der Werkhof, der Sportpark und die Sporthalle Dorfmatt.
Die Nettoinvestitionen liegen mit 11,1 Millionen Franken um 8,2 Millionen Franken tiefer als budgetiert. Dies sei auf Verzögerungen bei verschiedenen Projekten zurückzuführen.
Die Reserven für zukünftige Abschreibungen – inklusive Zentrumsgestaltung und Heimfall Alterszentrum Dreilinden – seien mit dem Gewinnverwendungsbeschluss 2023 um 5,5 Millionen Franken erhöht worden.
Nachhaltige Finanzpolitik
Der Ertragsüberschuss von 6 Millionen Franken soll gemäss dem Gemeinderat auf die neue Rechnung vorgetragen und zur Stärkung der «Reserve für Zusatzabschreibungen» sowie für Zusatzabschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen verwendet werden.
«Der Gemeinderat sieht damit die Chance zur Eigenfinanzierung der geplanten Investitionen; beispielsweise für den Neubau des Werk- und Ökihofs, die Zentrumsgestaltung und den Hochwasserschutz», wird Francesco Zoppi in der Mitteilung zitiert.
Um die grossen geplanten Investitionen zu finanzieren, soll die Bilanzposition «Reserven für zukünftige Abschreibungen» um weitere zehn Jahre bis 31. Dezember 2034 verlängert werden. Über diesen Antrag und die Rechnung befindet die Gemeindeversammlung Risch am 2. Juni 2025, wie es weiter heisst.


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