notifications
Uri

Pferdefreunde räumen am Reussdamm kräftig auf

Die IG Pferdefreunde Uri initiierte am Samstag, 18. April, einen grossen Putztag mit mehreren lokalen Ställen. Während Gebiete wie das Reussdelta bereits sauber sind, folgt die Etappe bei Silenen demnächst.
Ein Teil der Putzequipe des Pferdestall «Bauer Horst» in Seedorf.
Bild: zvg

Wer letzten Samstag auf dem Reussdamm oder im Urner Reussdelta unterwegs war, fragte sich bestimmt, wieso so viele Personen mit Abfallsäcken unterwegs sind. Der Verein IG Pferdefreunde Uri hat die Ställe angefragt, am 18. April mit ihren Pensionären die Reitwege zu reinigen. Von Amsteg bis Flüelen sollten die klassischen Wege von Abfall und Rossmist befreit werden, heisst es in einer Mitteilung des Vereins.

Die Ställe haben pro Ort ein Gebiet zugeteilt bekommen. So waren einige Leute von «Bauer Horst» im Bodenwald unterwegs. Mit Sack und Pack zogen sie in zwei Equipen los und haben mehr Abfall gefunden als alten Pferdemist. Aber auch der Abfall hielt sich absolut im Rahmen. Ebenfalls konnte die zweite Equipe mit fast leerem Abfallsack wieder zurück in den Stall rücken. Während sie schon fast fertig waren, zog am Reussdelta ein eher ungewöhnliches Gespann los: Gerold Gisler nahm gleich Pferd und Kutsche mit und erleichterte den Abfallsammlern das Tragen. Jedoch sagte auch Brigitta Gisler, dass sie gar nicht so viel finden und das Reussdelta sehr sauber sei. Weiter vorne waren noch andere vom Stall Riedmatt zu finden. Bewaffnet mit Fahrrädern, Besen und Laubrächen machten auch sie sich auf Spurensuche. Ein einziger Misthaufen lag inmitten einer Kreuzung. Gekonnt zückten sie den Stallboy, rächten den Mist hinein und entsorgten ihn.

In Erstfeld kam einiges zusammen. Die Putzequipe vom Pferdestall Pfaffenmatt hatte einiges zu tun.
Bild: zvg

Überreste des Föhns

Von der Seebrücke bis nach Attinghausen waren die Pensionäre des Pferdestalls Islerns unterwegs. Auch sie waren in zwei Gruppen aufgeteilt und scannten den gesamten Reussdamm nach Hinterlassenschaften von Mensch und Pferd ab. Vom Föhn lagen noch ein, zwei Dinge herum, wie eine Kapuze oder eine Hülle. Auch diese Sachen wurden eingesammelt. Am meisten waren Taschentücher, Zigarettenstummel und Snus zu finden. Auch diese wanderten in den Abfallsack.

In Erstfeld sah das Ganze dann doch anders aus. Theres Kempf vom Pferdestall Pfaffenmatt zeigte Bilder von unzähligen Abfallsäcken. «Das Einzige, was wir nicht gefunden haben, war Pferdemist», wird Kempf in der Mitteilung zitiert. Dafür hätten sie Schuhe, Teller, Schnuller, ganz viel Alteisen, Zigarettenstummel und Plastik gefunden. Und was auffiel: die Hinterlassenschaften von «Hündelern» – leere Robidog-Säckli, aber auch volle, sowie Hundekot. Sie waren ebenfalls in Gruppen aufgeteilt unterwegs und haben sage und schreibe rund neun Abfallsäcke gefüllt und etliches Alteisen vom Reussdamm gefischt. Sie waren von der Autobahnbrücke bis zur alten Eisenbahnbrücke unterwegs und haben ebenfalls sehr akribisch gearbeitet.

Eine Etappe wird noch gemacht

Der Pferdestall in Silenen wird ebenfalls noch die Strecke von der Eisenbahnbrücke in Richtung Amsteg säubern – der Termin steht noch aus. Mit dieser Aktion möchte der Verein IG Pferdefreunde Uri ein Zeichen setzen und dem Image der «Rösseler» helfen, wie es in der Mitteilung heisst. «Die meisten machen den Pferdemist wirklich zuverlässig weg», wird Sepp Walker, Präsident des Vereins, zitiert. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Aktion. (zvg)

Kommentare (0)