Um 16.36 Uhr ging der Alarm los: Möglicher Brand im Autobahntunnel Spier auf der A2. Logisch, will die Feuerwehr der Stadt Luzern so schnell wie möglich vor Ort sein. Doch das klappte zunächst nicht, wie einem Facebook-Post zu entnehmen ist, den die Feuerwehr danach veröffentlichte: «Bei einem Einsatz auf der Autobahn A2 kamen unsere Einsatzfahrzeuge zunächst nur schwer voran», schreibt der Social Media-Verantwortliche der Feuerwehr. Doch dann ging es dennoch vorwärts: «Danach wurde die Rettungsgasse immer besser gebildet – danke an alle, die reagiert und Platz gemacht haben.» Es sei wichtig, eine Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr zu bilden «und nicht erst, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert», mahnt die Feuerwehr. Denn: «Jede Sekunde zählt!»
Es kommt immer wieder vor, dass Blaulichtorganisationen die Verkehrsteilnehmer anmahnen, wie man eine korrekte Rettungsgasse bildet. Vor einem Jahr tat dies etwa die Luzerner Polizei, ebenfalls auf Facebook. Zurück zum aktuellen Einsatz auf A2 im Tunnel Spier: Dieser stellte sich zum Glück als Fehlalarm heraus, wie aus dem Einsatzjournal der Feuerwehr Stadt Luzern hervorgeht. Im Ernstfall jedoch hätte diese wohl schneller vor Ort sein können, wäre die Rettungsgasse von Anfang an bereit gewesen.
In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen: Eine Rettungsgasse zu bilden, ist nicht etwa freiwillig, sondern seit 2021 Pflicht: Auf Autobahnen muss eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden, bereits wenn sich der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit bewegt, kündigte das Bundesamt für Strassen damals an. Das gilt sogar, wenn kein Blaulichtfahrzeug zu sehen oder zu hören ist, wie nun auch die Feuerwehr Stadt Luzern auf ihrem Facebook-Post erwähnt. Bei zweispurigen Strassen ist die Rettungsgasse zwischen den beiden Spuren zu bilden, bei dreispurigen Strassen immer zwischen dem äussersten linken und dem mittleren Fahrstreifen. Das Nichtbeachten der Rettungsgasse wird mit einer Ordnungsbusse geahndet. (mme)
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