
Vergangene Woche fanden im finnischen Imatra die Junioren-Europameisterschaften im Biathlon statt. Nicht weniger als vier Athletinnen und Athleten aus dem Kanton Obwalden respektive des Skiclubs Schwendi-Langis gehörten der Schweizer Delegation an. Am Montag sind Jens Berger, Remo Burch, Molly Kafka und Giannina Piller aus dem hohen Norden zurückgekehrt. Der 20-jährige Remo Burch transportierte Edelmetall im Gepäck, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Silbermedaille hatte sich der in Stalden wohnhafte Athlet bereits am letzten Donnerstag in der Single-Mixed-Staffel zusammen mit C-Kader-Kollegin Lena Baumann aus Einsiedeln erkämpft. Abwechselnd hatten Baumann und Burch je eine Schiesseinlage liegend und stehend zu absolvieren. Lena Baumann übergab nach ihrer zweiten Schiessanlage mit 26 Sekunden Rückstand an dritter Position liegend das Zepter an Remo Burch.
«Nachdem ich bei der ersten Schiesseinlage drei Nachlader hinnehmen musste, gelang es mir bei der stehenden Einlage, ruhig hinzustehen. Entsprechend musste ich nur noch einen weiteren Nachlader hinnehmen», blickt der Obwaldner auf den Silbertag zurück. Die gute Schiessleistung war nötig, kam doch sein direkter Konkurrent aus der Ukraine ohne Nachlader durch. Remo Burch überzeugte jedoch auch in der Loipe. Den Läufer aus Lettland liess er hinter sich und erkämpfte sich hinter dem ukrainischen Team die Silbermedaille. «In der Endabrechnung haben auf Gold zwar nur drei Sekunden gefehlt, dennoch freue ich mich riesig über diesen zweiten Platz», gibt ein zufriedener Remo Burch zu verstehen.
Nachfolger grosser Namen
Für die Schweiz ist es erst die achte Medaille an Junioren-Europameisterschaften. In der Single-Mixed-Staffel hatten zuletzt vor sieben Jahren die Schweizer Weltcup-Aushängeschilder Amy Baserga und Sebastian Stalder eine solche Medaille geholt. Die Medaille in Finnland ist für Remo Burch der Beweis, dass er im Sommer einen wichtigen Schritt vorwärtsmachen konnte.
Seit dem Abschluss der Sportmittelschule in Engelberg ist er Teilzeit im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb tätig. Der Fokus liegt jedoch als Mitglied des C-Kaders von Swiss-Ski voll und ganz auf dem Biathlonsport. «Nach wie vor gelingen mir in der Regel im Schiessstand die besseren Leistungen, jedoch konnte ich auch läuferisch zulegen», ist Burch überzeugt. Beim samstäglichen EM-Sprint unterstrich er diese Aussage mit dem guten achten Rang.
Nächster Halt: WM?
Er habe sich in dieser Saison noch nie so wohlgefühlt in der Loipe, gab Remo Burch preis und unterstrich seine Ambitionen für die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften vom 23. Februar bis 8. März 2026 im Deutschen Arber.
Wer von den drei weiteren Obwaldner EM-Teilnehmenden den Sprung an die WM auch schaffen wird, zeigt sich in den nächsten Wettkampfwochen. In Finnland überzeugte Molly Kafka als 18. im 60-köpfigen Massenstart-Rennen. Giannina Piller wurde im Sprint und Massenstart-Rennen jeweils 29. Jens Berger haderte mehrfach im Schiessstand. Als bestes Resultat verbleibt für den 20-Jährigen der 6. Rang im Staffelrennen, unter anderem mit Giannina Piller. (zvg)


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