Präsident Hanspeter Berger erläuterte an der Jahresversammlung des Tierschutzvereins Uri die Details zum Jahr 2024: 39 Katzen wurden kastriert, darunter 22 Bauernhofkatzen und 17 wilde herrenlose Katzen. 17 Igel wurden wo nötig betreut und ein Igel überwinterte in der Pflegestation. Drei Meerschweinchen fanden ein neues Zuhause, sechs warten noch auf eine Vermittlung, geht aus einer Medienmitteilung des Tierschutzes Uri hervor.
Dank sechs Drohnen mit Wärmebildkameras konnten über 100 Rehkitze vor dem Tod gerettet werden. Im 2025 wird dieses innovative Projekt fortgeführt.
Der TSVU konnte die Mitgliederzahl auf 389 steigern – ein Zuwachs von 13 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Zu 170 Meldungen wurde der Tierschutzverein per Meldetelefon angerufen – ein klares Zeichen, wie wichtig die Arbeit des TSVU im Kanton ist, heisst es weiter in der Mitteilung.
Diese wertvolle Arbeit zeigt sich auch in der Katzenstation in Silenen, wo seit 2019 jährlich zahlreiche Ferien- und Tierschutzkatzen aufgenommen und betreut werden. Die Katzenstation musste im vergangenen Geschäftsjahr eine Einbusse bei den Aufenthaltstagen von Ferienkatzen verzeichnen. Dieser Minderertrag schlägt in der Rechnung 2024 zu Buche.
Auch Hundebetreuung wird ausgeweitet
Erfreulich ist das erweiterte Netzwerk von Freiwilligen in der Haustierbetreuung. Vorstandsmitglied Andrea Schilter informierte, dass durch die Gewinnung von 16 neuen Mitarbeitenden das Projekt weiterwächst. Das Angebot richtet sich an Tierhalter, die aufgrund von Urlaub, Krankheit oder anderen Umständen nicht selbst für ihre Tiere sorgen können.
Anfragen aus dem ganzen Kanton Uri können mit dem erweiterten Netzwerk abgedeckt und die Betreuung von verschiedenen Tierarten sichergestellt werden. Im 2025 wird besonders die Hundebetreuung in den Fokus rücken, um dieses noch zu wenig bekannte Angebot weiter bekannt zu machen und mehr Tierbesitzer zu erreichen.
Aktuelle Herausforderungen
Kassierin Regina John musste in der Jahresrechnung 2024 einen Verlust von rund 18’000 Franken präsentieren. Budgetiert war ein Verlust von 9000 Franken. Der Hauptgrund liegt in der verminderten Auslastung von Ferienkatzen in der Katzenstation. Dies will der Vorstand mit zielgerichteter Werbung ändern.
Das Budget 2025 prognostiziert einen Verlust von rund 11’000 Franken. Haupteinnahmequellen bleiben Mitgliederbeiträge, Spenden sowie Erträge aus der Pensionskatzenbetreuung und Vermittlung von Katzen. Die grössten Ausgabeposten definieren sich aus Tierarztkosten, Lohnaufwendungen und Kastrationsaktionen für Bauernhofkatzen und wilde herrenlose Katzen.
Neuerungen im Vorstand und neues Ehrenmitglied
Jakob Koster verlässt den Vorstand nach zehn Jahren. Mit seinem Engagement hat er dazu beigetragen, dass der Verein nach schwierigen Zeiten wieder auf stabile Beine gestellt werden konnte. Auch Ladina Stolz ist aus dem Vorstand ausgetreten. Sie war seit 2021 als Ressortverantwortliche in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Der Vorstand hat für die Vakanzen zwei engagierte Urnerinnen gefunden. Jasmin Romano und Sarah Zgraggen wurden von der Versammlung in den Vorstand gewählt. Kassierin Regina John wurde für weitere zwei Jahre bestätigt.
Nach dem Rücktritt der Revisorinnen Annalise Russi und Fabiana Zopp besetzen neu Simone Eisenring und Stephanie Schuler die Vakanz.
Ziele des Vorstands
Mit einem klaren Fokus auf eine höhere Auslastung der Katzenstation, die Erweiterung der Haustierbetreuung und die weitere Unterstützung von Tierschutzprojekten will der Vorstand des TSVU auch im laufenden Jahr viel bewegen. So unterstützt der TSVU die Motion von SVP-Landrat Kevin Arnold zur Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen im Kanton Uri. Der TSVU verfolgt dieses Thema mit grossem Interesse und hofft auf eine positive Entwicklung. (sim)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.